Stand: 14.09.2020 14:45 Uhr

Niedersachsen: Lohngefälle verringert sich leicht

Eine Frau hält ein offenes Portemonnaie in den Händen. © Fotolia.com Foto: Peter Atkins
Besserverdienende erhielten im Durchschnitt mehr als dreimal so viel Geld wie Geringverdienende. (Themenbild)

Die Verdienstunterschiede zwischen Gering- und Besserverdienenden haben sich in Niedersachsen zwischen 2014 und 2018 leicht verringert. Das geht nach Angaben des Landesamts für Statistik Niedersachsen (LSN) aus der jüngsten Verdienststrukturerhebung hervor. Den Berechnungen zufolge hatte die Gruppe der Besserverdienenden 2018 einen Bruttostundenlohn von mindestens 29,92 Euro, während die Gruppe der Geringverdienenden maximal 9,45 Euro erhielt. Damit bekamen die Besserverdienenden im Durchschnitt 3,17 Mal so viel Geld wie die Geringverdienenden. Zum Zeitpunkt der vorherigen Erhebung im Jahr 2014 waren es noch 3,25 Mal mehr. Damit liegt Niedersachsen im Bundestrend.

Verdienst gleicht sich auf unterer Ebene an

Ein Grund für die leichte Angleichung des Verdienstes ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015. Dieser hat demnach bewirkt, dass die unteren Einkommen tendenziell angezogen haben. Laut weiteren Berechnungen des LSN hat sich allerdings in erster Linie der Verdienst zwischen der mittleren und der unteren Lohnskala angeglichen, während das Einkommen der Besserverdienenden im Vergleich zur mittleren Lohnskala gestiegen ist.

5.200 Betriebe in Niedersachsen befragt

Für die Verdienststrukturerhebung werden bundesweit alle vier Jahre die Angaben von 60.000 Betrieben zu Verdiensten und Arbeitszeiten der abhängig Beschäftigten erhoben. Das Landesamt für Statistik Niedersachsen befragte für die Erhebung rund 5.200 Betriebe. In der Auswertung wurden Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte sowie geringfügig Beschäftigte berücksichtigt, nicht jedoch Auszubildende.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.09.2020 | 16:00 Uhr

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