Stand: 04.12.2018 10:51 Uhr

Neuer Fahrplan: Mehr ICE und mehr Nachtverkehr

Am Sonntag ist Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn. Das bedeutet für Bahnpendler im Norden diesmal unter anderem neue, komfortablere Züge und auch neue Verbindungen. Im Regionalverkehr zwischen Hamburg und Hannover gibt es künftig mehr Direktverbindungen, und auch zwischen Hannover und Braunschweig fahren die Regionalzüge öfter. Vor allem abends und nachts verbessern sich damit die Anschlüsse. Mit dem neuen Fahrplan gelten aber auch die neuen Preise, und so manches Ticket wird teurer - auch weil auf vielen Strecken ICE- statt IC-Züge verkehren. Die wichtigsten Änderungen ab 9. Dezember im Überblick:

Bahnreisende am Hamburger Hauptbahnhof © picture-alliance/dpa Foto: Bodo Marks

Wie der Norden den Nahverkehr vernachlässigt

Panorama 3 -

Volle und verspätete Züge: Wer im Norden mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, hat es nicht leicht. Doch ein Ausbau des Netzes sei politisch nicht gewollt, meinen Verkehrsexperten.

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  • Zwischen Hamburg und Köln werden mehr ICE statt IC eingesetzt. Sie sollen nach und nach die älteren IC-Züge ablösen.

  • Auf der IC-Strecke von der Ostsee über Hamburg, Lüneburg, Hannover und Göttingen nach Karlsruhe fahren künftig die neuen ICE-Züge. Die sogenannten ICE-T-Züge bieten nach Angaben der Bahn zum Beispiel kostenloses W-LAN, Ruhebereiche und Bordbistro. Auch das Mitnehmen von Fahrrädern soll ab Mitte 2019 möglich sein.

  • Auch bei der Verbindung Hamburg-Bremen-Osnabrück-Ruhrgebiet-Köln werden laut Bahn mehr ICE statt der in die Jahre gekommenen IC eingesetzt.

  • Der Metronom fährt alle zwei Stunden von Hannover nach Hamburg - und zwar ohne Umstieg in Uelzen. Am Wochenende soll es zusätzliche Direktzüge auf der Strecke geben.

  • Auch die Heidebahn von Hannover über Schwarmstedt und Soltau nach Buchholz fährt am Wochenende bis Hamburg-Harburg. Die Regionalbahn von Lüneburg nach Hamburg pendelt am Wochenende stündlich.

  • Insbesondere nachts wird das Metronom-Angebot ausgeweitet: Zwischen Bremen und Hamburg etwa gibt es sieben neue Fahrten zwischen Mitternacht und sechs Uhr früh. Zwischen Hamburg und Uelzen sind 47 neue Züge am Wochenende unterwegs, zwischen Hamburg und Lüneburg pendeln die Züge in den Nächten auf Samstag und auf Sonntag stündlich.

  • Der Regionalexpress zwischen Hannover und Braunschweig fährt mit dem neuen Fahrplan halbstündlich statt wie bisher ein Mal pro Stunde. Auch Peine und Lehrte sind durch die Taktverdichtung besser an den Nahverkehr angeschlossen.

  • Nach der Sanierung der Stichstrecke von Salzderhelden an der Hauptachse Hannover-Göttingen pendeln wieder Regionalzüge direkt nach Einbeck - in der Hauptverkehrszeit sogar durchgehend ab Göttingen. Auch die Strecke Bad Bentheim-Nordhorn-Neuenhaus soll im Laufe des kommenden Jahres wieder befahren werden.

  • Wer Regionalzüge und den öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen nutzt, kann das künftig mit nur einem Ticket tun: In der Bahnfahrkarte des Niedersachsentarifs ist künftig am Start- und Zielort der Reise ohne Mehrkosten die Nutzung von Bus, Straßenbahn und U-Bahn automatisch inklusive. Die Regelung gilt auch für Fahrten nach Hamburg und Bremen. Ausnahme: Die Landkreise Emsland, Osnabrück und Schaumburg. Dort gibt es bisher noch keine Anerkennung.

  • Die Preise im Fernverkehr steigen im Durchschnitt um 0,9 Prozent. Die Tickets zum vollen Preis (Flexpreis) kosten in der ersten und der zweiten Klasse im Durchschnitt jeweils 1,9 Prozent mehr. Das Niedersachsen-Ticket für den Regionalverkehr kostet künftig für eine Person einen Euro mehr als bisher, also 24 Euro. Jeder weitere Mitfahrer ist mit fünf Euro dabei.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.12.2018 | 08:00 Uhr

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