Schüler sitzen nach den Sommerferien mit Mund-Nasen-Schutz in einem Klassenzimmer. © picture alliance/dpa/Christian Charisius Foto: Christian Charisius

Neue Quarantäne-Regeln für Schüler: Tonne begrüßt Beschluss

Stand: 06.09.2021 21:12 Uhr

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich auf bundesweit weniger strenge Quarantäne-Regeln für Schüler geeinigt. Tritt ein Corona-Fall auf, soll nicht mehr die ganze Klasse in Isolation gehen.

Quarantäne solle stattdessen nur noch für enge Kontaktpersonen, beispielsweise Sitznachbarn, angeordnet werden, heißt es in dem am Montag gefassten Beschluss der Gesundheitsministerinnen und -minister. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) bezeichnete die neue Regelung als "völlig richtig und angemessen". Auch unterstütze er sehr die Möglichkeit, dass sich die Kontaktpersonen nach fünf Tagen freitesten können, wenn sie keine Symptome haben. Geimpfte und Genesene sollen zudem grundsätzlich von einer Quarantäne-Anordnung ausgenommen sein.

Einheitliche Regeln für alle Bundesländer

Die neuen Quarantäne-Regeln seien ein wichtiger Beitrag zu möglichst viel Präsenzunterricht und Normalität in den Schulen, so der Kultusminister. Der Beschluss wurde laut dem Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, bei Enthaltung zweier Länder angenommen. Tonne begrüßte das ländereinheitliche Vorgehen. Es "erhöht zudem die Nachvollziehbarkeit dieser Regelung und damit die Akzeptanz".

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Regeln gelten analog auch für Kitas

Die übrigen Kinder einer betroffenen Klasse, die nicht als enge Kontaktpersonen eingestuft sind, sollen dem Beschluss zufolge "für eine gewisse Zeit" intensiv getestet werden. Auch in Kitas solle es Quarantäne "nur mit Augenmaß unter Berücksichtigung der Belange der Kinder und Kinderbetreuungseinrichtungen" geben, heißt es in dem Beschluss. Auch hier soll ein "Freitesten" nach frühestens fünf Tagen möglich sein. Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums werden die Gesundheitsämter aber auch in Zukunft einen "Ermessensspielraum" haben. Kindern und Eltern gebe der Beschluss aber mit Blick auf den Herbst und Winter "mehr Klarheit und ein Stück weit Planungssicherheit", so Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.09.2021 | 08:00 Uhr

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