Eine Warnweste mit der Aufschrift "ver.di" liegt in einer leeren Straßenbahn. © picture alliance/dpa Foto: Sina Schuldt

Nahverkehr ausgebremst: Warnstreiks in zahlreichen Städten

Stand: 13.03.2021 20:00 Uhr

Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr haben in rund 15 Städten in Niedersachsen zu erheblichen Einschränkungen geführt. Die Gewerkschaft ver.di fordert mehr Gehalt für die Beschäftigten.

Gestreikt wurde am Sonnabend abseits der niedersächsischen Metropolen. Betroffen waren neben Salzgitter und Helmstedt unter anderem Lüneburg, Hameln, Stade, Verden, Goslar und Buxtehude. "Wir sind sehr zufrieden. Es gibt eine gute Beteiligung", sagte Herman Hane vom ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen. Um den Bürgerinnen und Bürgern die Chance zu geben, alternative Verkehrsmittel zu finden, habe ver.di die Warnstreiks früh angekündigt.

Ver.di will Gehaltserhöhung um drei Euro pro Stunde

Die Beschäftigten im privaten öffentlichen Nahverkehr verdienen laut ver.di bis zu fünf Euro pro Stunde weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen bei den kommunalen Verkehrsbetrieben. Ver.di fordert für die Beschäftigten unter anderem drei Euro mehr Gehalt pro Stunde. Nach Angaben der Gewerkschaft fallen rund 2.500 Beschäftigte unter den Tarifvertrag. Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft Druck auf die Arbeitgeber ausüben.

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Arbeitgeber halten Forderungen für zu hoch

Am kommenden Donnerstag ist die nächste Verhandlungsrunde geplant. Die Arbeitgeberseite bietet bisher 50 Euro mehr im Monat rückwirkend zum 1. März, dann 2 Prozent Lohnerhöhung im Jahr 2022 und weitere 1,5 Prozent mehr im Jahr 2023. Das sagte Uwe Gaßmann vom Arbeitgeberverband Niedersachsen (AVN). Wegen der Corona-Krise habe es Fahrgastrückgänge von bis zu 70 Prozent gegeben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 12.03.2021 | 13:30 Uhr

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