Stand: 16.03.2019 13:12 Uhr

Nach Sturm: Vor Betreten der Wälder gewarnt

Sturmtief "Eberhard" hat vor allem in Wäldern in Südniedersachsen schwere Schäden angerichtet.

Auch mehrere Tage nachdem Sturmtief "Eberhard" über Niedersachsen hinweggezogen ist, birgt das Betreten der Wälder noch Gefahren. Darauf hat jetzt der Verband der Waldbesitzer Niedersachsen hingewiesen. Es bestehe noch immer die Gefahr, dass Bäume umstürzen könnten, teilte der Verband am Freitagabend mit.

Hilfe zur Beseitigung der Sturmschäden gefordert

Die Waldbesitzer forderten zudem Unterstützung beim Aufräumen der Schäden. Sturmtief "Eberhard" habe am 10. März vor allem Waldbesitzer in Südniedersachsen getroffen, erklärte Verbandspräsident Norbert Leben. Allein dort seien 20.000 Festmeter Holz umgestürzt. "Die Aufgabe, das Sturmholz aus den Wäldern zu holen und aufzuarbeiten, um dem Borkenkäfer das Brutmaterial zu entziehen, ist kaum zu bewältigen", erklärte Leben. Die Waldeigentümer bräuchten "umgehend personelle und finanzielle Unterstützung".

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Niedersachsen 18.00

Schäden durch Sturmtief "Eberhard"

11.03.2019 18:00 Uhr
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In der Nacht zu Montag hat Sturmtief "Eberhard" in Deutschland gewütet Auch in Niedersachsen kam es zu zahlreichen Schäden an Häusern, Bahngleisen und auf Straßen. Video (01:29 min)

"Heinz" richtet Schäden Im Landkreis Stade an

Unterdessen hat das neue Sturmtief "Heinz" am Freitag die Feuerwehren und die Polizei im Landkreis Stade in Atem gehalten. Die Einsatzkräfte zählten rund 30 sturmbedingte Einsätze. So hoben sich am Elbeklinikum in Buxtehude Dachplatten ab. Die Feuerwehr konnte nach eigenen Angaben weitere Schäden verhindern und das Dach sichern. In Stadersand mussten Einsatzkräfte einen Pkw von einem überfluteten Parkplatz bergen. Der Sturm hatte das Wasser der Elbe an Land gedrückt.

Wind weht Pkw von der Straße

Mit dem Schrecken kam der Fahrer eines Kleintransporters auf der Kreisstraße 57 zwischen Heinbockel und Düdenbüttel davon. Nach Angaben der Polizei hatte eine Windböe den Pkw erfasst und von der Fahrbahn geweht. Die Straße blieb wegen der Bergungsarbeiten rund eine Stunde gesperrt. Insgesamt beläuft sich die Summe der vom Sturm angerichteten Schäden nach ersten Schätzungen der Polizei auf mehrere Zehntausend Euro.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.03.2019 | 09:00 Uhr

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