Stand: 13.02.2020 12:36 Uhr

Nach Sturm: Harz und Solling bergen noch Gefahren

Eine Erntemaschine zieht Fichtenstämme auf der Bundesstraße 498 zu einem Lagerplatz. © dpa - Bildfunk Foto: Swen Pförtner
Die Aufräumarbeiten nach Sturm "Sabine" dauern im Harz und Solling noch an.

Umgestürzte Bäume, in den Baumwipfeln hängende Äste, versperrte Wege: Sturmtief "Sabine" hat in den niedersächsischen Wäldern einiges durcheinandergewirbelt. Weil die Niedersächsischen Landesforsten die Aufräumarbeiten noch nicht abgeschlossen haben, warnen sie weiterhin davor, die Wälder zu betreten. Landesforsten-Sprecher Dennis Glanz rät insbesondere von Spaziergängen im Harz und Solling ab. Im Norden des Landes habe der Sturm zwar nicht so große Schäden in den Wäldern hinterlassen, aber auch dort gebe es punktuell Gefahren. Deshalb könne er derzeit für kein Waldgebiet komplett Entwarnung geben.

Waldwege im Laufe der Woche wieder frei

Wie groß der Schaden ist, den der Sturm angerichtet hat, ist derzeit noch unklar. Noch seien die Landesforsten nicht in alle Gebiete vorgedrungen. Als erstes würden Straßen von umgestürzten Bäumen und Ästen befreit, danach seien die Waldwege dran. Glanz rechnet damit, dass zumindest alle Waldwege im Laufe der kommenden Woche wieder begehbar sein werden - vorausgesetzt der für das Wochenende angekündigte Sturm verursache keine größeren Schäden.

Bei umgestürztem Baum umkehren

Wer jetzt schon einen Waldspaziergang machen möchte, dem rät Glanz, seinen "gesunden Menschenverstand" einzuschalten. Spaziergänger sollten auf den Wegen bleiben und umkehren, wenn sie auf einen umgestürzten Baum stoßen. Zum einen wegen der möglichen Gefahren, die in diesem Waldgebiet noch nicht beseitigt seien. Zum anderen weil Rettungskräfte dann nicht in das Gebiet vordringen könnten, sagte Glanz. Grundsätzlich weist er darauf hin, dass das Betreten von Wäldern immer auf eigene Gefahr geschehe.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 13.02.2020 | 08:30 Uhr

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