Nach Göttingen schließt auch Lüneburg den Weihnachtsmarkt

Stand: 01.12.2021 07:49 Uhr

Einige Städte in Niedersachsen hatten ihre Weihnachtsmärkte schon im Vorfeld abgesagt. Bereits eröffnete Märkte schließen. Auf allen anderen gilt jetzt die 2G-Plus-Regel.

In Lüneburg bauen die Schaustellerinnen und Schausteller heute ihre Buden wieder ab. Das Geschäft lohne sich unter den neuen 2G-Plus-Regeln nicht mehr, wie sie der Stadt mitteilten. Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (Grüne) bedauerte den Entschluss. Es sei umso bitterer für die Schausteller, weil sie schon im vorigen Jahr kaum Geschäfte gemacht hätten. Mit der heute in Kraft getretenen Warnstufe 2 können nur noch Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen zertifizierten negativen Corona-Test die Angebote auf den Weihnachtsmärkten in Anspruch nehmen.

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Eine Frau zeigt ein Stäbchen für einen Nasenabstrich für einen Schnelltest auf Sars-CoV-2 © dpa picture alliance Foto: Julian Stratenschulte

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Göttinger Oberbürgermeisterin ist Risiko zu hoch

Auch für die Stadt Göttingen war 2G-Plus der ausschlaggebende Grund, den Weihnachtsmarkt dicht zu machen. Wenn Geimpfte und Genesene täglich auch noch ein Testzentrum und eine Ausgabestelle für Bändchen aufsuchen müssen, widerspricht das aus Sicht von Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) dem Ziel, Kontakte zu reduzieren. "Der Infektionsschutz kann nicht länger gewährleistet werden", sagte Broistedt am Montag. Auch weil die neue Corona-Variante Omikron höchstwahrscheinlich schon in Niedersachsen kursiere, könne sie den Weihnachtsmarkt nicht länger verantworten, sagte die Politikerin.

Schausteller fordern Absage der Weihnachtsmärkte

Mit Blick auf die 2G-Plus-Regelung hatten Schaustellerinnen und Schausteller in Niedersachsen die generelle Absage von Weihnachtsmärkten gefordert. Solange die Märkte nicht abgesagt seien, müssten sie ihre Stände offenhalten und alle Fixkosten bezahlen, erklärte der Vorsitzende des Niedersächsischen Landesverbandes, Fred Hanstein. Gilt dann auch noch für Geimpfte und Genesene eine Testpflicht, fürchtet der Verband, dass noch weniger Menschen kommen.

Im Folgenden finden Sie eine Aufzählung von abgesagten Weihnachtsmärkten in Niedersachsen. Bitte beachten Sie dabei den Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels und dass NDR.de keine vollständige Liste vorliegt.

Abgesagte Weihnachtsmärkte in Niedersachsen:

  • Aerzen (Landkreis Hameln-Pyrmont)
  • Bockhorn (Landkreis Friesland)
  • Bückeburg - Schloss Bückeburg (Landkreis Schaumburg)
  • Cloppenburg
  • Dransfeld (Landkreis Göttingen)
  • Duderstadt (Landkreis Göttingen)
  • Goslar
  • Göttingen
  • Hann. Münden (Landkreis Göttingen)
  • Kirchhatten (Landkreis Oldenburg)
  • Lehrte (Region Hannover)
  • Lingen - Kulturweihnachtsmarkt (Landkreis Emsland)
  • Lüneburg
  • Melle-Buer (Landkreis Osnabrück)
  • Neuenburg (Landkreis Friesland)
  • Nörten-Hardenberg (Landkreis Northeim)
  • Northeim - nur Weihnachtskrammarkt
  • Nienhagen (Landkreis Celle)
  • Ostercappeln (Landkreis Osnabrück)
  • Papenburg (Landkreis Emsland)
  • Quakenbrück (Landkreis Osnabrück)
  • Rodenberg (Landkreis Schaumburg)
  • Sandkrug (Landkreis Oldenburg)
  • Sögel - Schloss Clemenswerth und Heimathof (Landkreis Emsland)
  • Stadtoldendorf (Landkreis Holzminden)
  • Uslar (Landkreis Northeim)
  • Wittmund

Viele Weihnachtsmärkte sind geöffnet

Geöffnet haben dagegen unter anderem die Weihnachtsmärkte in der Altstadt von Hannover, in Osnabrück, Oldenburg und in Hildesheim. Die Stadt Hannover hat angekündigt, bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen alle Buden zu schließen. Weihnachtsmärkte gibt es außerdem in Wolfsburg, Einbeck, Northeim, Holzminden, Meppen, Osterode, Lingen und Nordhorn.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 01.12.2021 | 07:30 Uhr

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