Tische und Stühle sind in einem geschlossenen Restaurant abgesperrt. © Picture Alliance

Modellkommunen starten ab nächster Woche - ohne Elbtalaue

Stand: 06.04.2021 16:33 Uhr

Das Land hat der Samtgemeinde die Erlaubnis entzogen, an dem Modellprojekt teilzunehmen. Es werden doch nicht alle Anforderungen erfüllt. Die anderen Kommunen starten frühestens am 12. April.

Das Sozialministerium hat am Dienstag nach eigenen Angaben die Information erhalten, dass sowohl die digitale Kontaktnachverfolgung sowie das Einvernehmen des zuständigen Gesundheitsamtes Uelzen / Lüchow-Dannenberg noch nicht vorliegt. Beides sind aber Voraussetzungen dafür, an dem Lockerungs-Modellprojekt teilnehmen zu können. Die Verantwortlichen in der Samtgemeinde Elbtalaue (Landkreis Lüchow-Dannenberg) hätten in ihrem schlüssigen und überzeugenden Konzept allerdings angegeben, alle Anforderungspunkte zu erfüllen.

Bewerben für die zweite Runde

Die Samtgemeinde Elbtalaue bekommt aber noch eine Chance: Genauso wie die anderen im ersten Auswahlprozess nicht zum Zug gekommenen Kommunen kann die Samtgemeinde ihr Konzept bis kommenden Dienstag nachbessern und sich an der zweiten Auswahlrunde beteiligen. Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer (parteilos) geht davon aus, ab dem 18. April dabei sein zu können.

Lockerungen erst ab kommender Woche

Die ausgewählten anderen 13 Kommunen werden frühestens am 12. April - also kommenden Montag - mit den Lockerungen beginnen. Die Städte benötigen Zeit, um alle Bedingungen zu erfüllen.

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Hygienekonzepte und Teststrategie

Die digitale Kontaktverfolgung ist eine der Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um an dem Modellprojekt teilnehmen zu dürfen. Darüber hinaus muss ein Konzept für einen Ordnungs- und Sicherheitsdienst und zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln vorlegt werden. Landesweit hatten sich 65 Kommunen beworben. Den Zuschlag bekamen unter anderem die Städte Braunschweig, Buxtehude, Lüneburg, Emden, Hildesheim und Aurich. In den Modellkommunen dürfen laut Verordnung etwa Geschäfte, Theater, Kinos, Fitnessstudios und Straßencafés in "sicheren Zonen" öffnen. Voraussetzung: Es müssen aktuelle negative Antigen-Schnelltests sowohl von Kundinnen und Kunden sowie den Angestellten vorliegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 06.04.2021 | 15:00 Uhr

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