Stand: 25.03.2020 14:46 Uhr

Manege dicht: Zirkus erhält Spenden

Franz Renz steht auf einem Gelände in Itterbeck zwischen den beiden indischen Elefanten Leika und Limara. © NDR Foto: Hedwig Ahrens
Franz Renz zwischen den indischen Elefantendamen Leika (links) und Limara. Die beiden Dickhäuter brauchen 150 Kilo Futter täglich.

Die Corona-Pandemie trifft die gesamte Veranstaltungsbranche mit voller Wucht, auch Zirkusbetriebe leiden unter Einnahmeausfällen. Und dort sind nicht nur Menschen, sondern auch Tiere betroffen. Im emsländischen Lathen ist der Zirkus Bossle mit 40 Tieren gestrandet und bittet um Hilfe jeglicher Art. In Itterbeck in der Grafschaft Bentheim muss der Zirkus Renz seine Winterpause unfreiwillig verlängern. Dort treffen zum Glück jetzt täglich Futterspenden ein.

Auf dem Gelände des Zirkus Renz in Itterbeck stehen mehrere Kamele. © NDR Foto: Hedwig Ahrens
Der Zirkus Renz macht es so wie seine sibirischen Steppenkamele - man stellt sich auf eine lange Durststrecke ein.
"Es ist verdammt schwierig"

Der Zirkus Renz pausiert auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände bei Itterbeck. Eigentlich sollte der Zirkus nach der Winterzeit in den Niederlanden und später im Emsland auftreten - alles abgesagt. "Die Saison sollte eigentlich jetzt beginnen, wir hatten gerade drei Monate Winterpause. Und jetzt haben wir zwangsweise noch drei bis vier Monate Pause ohne Verdienst. Es ist verdammt schwierig", beschreibt Zirkusinhaber Franz Renz auf NDR 1 Niedersachsen seine schwierige wirtschaftliche Situation.

Insgesamt 300 Kilo Futter - pro Tag

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Allein die zwei Elefanten benötigen laut Renz täglich 150 Kilo Futter, und die noch restlichen fast 40 Tiere - darunter Ochsen, Kamele und Ponys - brauchen noch einmal so viel. Ein Tierschutzverein in Nordhorn hat die Not erkannt, man sammelt neben Futter auch Geldspenden für den Zirkus Renz. Der Landschaftsverband Grafschaft Bentheim und der Raiffeisen-Markt in Laar haben Hilfsaktionen gestartet.

Landwirte spenden Heu und Stroh

"Einige Bauern haben sich schon gemeldet und Heu und Stroh gebracht. Andere Leute helfen mit etwas Futter, mit Karotten. Das ist alles wunderschön, hilft aber auch nur ein paar Tage", berichtet Franz Renz. Wie so viele, so können auch die Zirkusmacher in diesen Tagen nicht langfristig planen. Der Traditionszirkus, 1842 in Berlin gegründet, muss versuchen, irgendwie über die Corona-Zeit zu kommen. Gemeinsam mit den beiden Elefantendamen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 25.03.2020 | 17:00 Uhr

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