Stand: 29.11.2018 21:54 Uhr

Lies: Bei 1.000 Wölfen sollte Schluss sein

Die mögliche Biss-Attacke eines Wolfes in Steinfeld (Landkreis Rotenburg/Wümme) sorgt für politische Diskussionen. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) sprach sich am Donnerstag im NDR Regionalmagazin Niedersachsen 18.00 für eine Begrenzung der Wolfs-Population aus. "Wir müssen definieren, wann die Grenze der Zahl der Wölfe erreicht ist", sagte Lies. Der Minister forderte ein "langsameres Anwachsen der Population". Zur maximalen Zahl der Wölfe sagte Lies: "Ich gehe mal von 1.000 erwachsenen Tieren aus." Im Gespräch mit Hallo Niedersachsen erklärte Lies dann, er beziehe diese Zahl auf die "deutsch-polnische Population". Zur Umsetzung dieses Ziels sei die gezielte Tötung von Wölfen ein Mittel.

Gezielte Tötung auch bei Nutztierrissen?

Lies kündigte darüber hinaus ein schnelleres Handeln bei Nutztierrissen an. Auch in solchen Fällen könne es sinnvoll sein, "tatsächlich Wölfe zu entnehmen", wenn es keine andere Lösung gebe, so Lies. Der Ausgang der DNA-Untersuchungen im aktuellen Fall sei ungewiss, sagte Lies. Da der Vorfall, der sich am Dienstag ereignete, erst am Mittwoch im Umweltministerium in Hannover bekannt wurde, habe man die die Proben "nicht aktuell und frisch" sicherstellen können, so Lies.

Weitere Informationen

Obergrenze oder nicht? Debatte um Wolfspopulation

War es ein Wolf oder ein Hund? Nach einem Angriff auf einen Mann in Steinfeld werden die DNA-Proben nun im Eilverfahren analysiert. Mitte nächster Woche soll Klarheit herrschen. (29.11.2018) mehr

Mehr Wolfsrisse im Norden: Kommt der Abschuss?

Immer mehr Wölfe, die immer mehr Nutztiere angreifen - das ist die Bilanz seit der Rückkehr der Raubtiere in den Norden. Umweltminister, Landwirte und Jäger fordern Konsequenzen. (07.11.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

Regional Hannover | 29.11.2018 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

01:36
Hallo Niedersachsen

Sommer endet mit Traumwetter

Hallo Niedersachsen
03:00
Hallo Niedersachsen
03:59
Hallo Niedersachsen