Stand: 28.05.2019 14:54 Uhr

"Landwirtschaftliches Sorgentelefon" stockt auf

Das landwirtschaftliche Sorgentelefon in Niedersachsen ist stark gefragt und soll deshalb mehr Berater bekommen. Jährlich wenden sich rund 200 Bauern an die Telefon-Hotline, weitere 50 bis 60 Familien nehmen zudem die "Landwirtschaftliche Familienberatung in Krisensituationen" in Anspruch. Das hat der Landesbauernverband am Dienstag in Hannover mitgeteilt. Hauptsorgen der Anrufer sind demnach Generationenkonflikte auf dem Hof, aber auch das Gefühl mangelnder Wertschätzung in der Gesellschaft. Hinzu kommen junge Landwirte, die mit dem Wunsch, andere Schwerpunkte auf dem Hof zu setzen, bei der älteren Generation anecken.

Landvolk sucht noch ehrenamtliche Berater

Das "Landwirtschaftliche Sorgentelefon" gibt es in Niedersachsen seit 1993. Es hat seine Wurzeln in den USA. Anders als früher nutzen inzwischen nicht mehr nur überwiegend Frauen, sondern auch Männer das Angebot, so das Landvolk. Wer das Sorgentelefon ehrenamtlich unterstützen möchte, soll ab November eine Grundausbildung als Berater erhalten. Üblicherweise kommen diese selbst aus der Branche und kennen sich mit den Problemen aus, so das Landvolk.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.05.2019 | 09:00 Uhr

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