Stand: 20.08.2019 16:57 Uhr

Kabinett billigt 120 Millionen Euro für Kliniken

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120 Millionen Euro will das rot-schwarze Kabinett für Bauvorhaben an niedersächsischen Krankenhäusern ausgeben. (Themenbild)

Die Landesregierung hat am Dienstag ein Millionen-Investitionsprogramm für Krankenhäuser in Niedersachsen beschlossen. 120 Millionen Euro will die rot-schwarze Koalition an 19 Klinikstandorten investieren. Gefördert werden sollen neue und weiterlaufende Bauprojekte, auch medizinische Großgeräte sollen von dem Geld gekauft werden. Ziel des Investitionsprogramms sei es, eine zukunftsfähige und wohnortnahe Versorgung sicherzustellen, teilte die Staatskanzlei mit. Der Kabinetts-Entwurf basiert auf den Empfehlungen des Krankenhausplanungsausschusses. Über den Investitionsentwurf wird nun im Landtag entschieden.

Diese neuen Baumaßnahmen sollen gefördert werden:

  • 16,1 Millionen Euro erhält das St. Bernward Krankenhaus in Hildesheim für den Neubau eines Eltern-Kind-Zentrums
  • 10 Millionen Euro erhält die Mediclin Seepark Klinik in Bad Bodenteich (Landkreis Uelzen) für den Bau einer Psychosomatik-Abteilung
  • 9,5 Millionen Euro erhalten das Evangelische Krankenhaus Oldenburg und das Pius-Hospital für den Neubau einer gemeinsamen Zentralsterilisation
  • 7,5 Millionen Euro erhält das Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen für den Neubau der Intensivpflege und die Umstrukturierung der OP-Abteilung
  • 7,5 Millionen Euro erhält das Kreiskrankenhaus Osterholz-Scharmbeck für die Ergänzung der Pflegestationen und den Neubau der Intensivstation
  • 7 Millionen Euro erhält das Krankenhaus St. Martini in Duderstadt (Landkreis Göttingen) für die Neukonzeption der Pflege und Fachdisziplinen
  • 6 Millionen Euro erhält das Herzogin Elisabeth-Hospital in Braunschweig für den Neu- und Umbau der Funktionsdiagnostik und die Zentralsterilisation
  • 3,4 Millionen Euro erhält das AWO Psychiatriezentrum Königslutter für die Errichtung zweier Tageskliniken in Wolfsburg,

Diese laufenden Bauprojekte werden weiterfinanziert:

  • 11,4 Millionen Euro erhält das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter für einen Ersatzneubau
  • 10 Millionen Euro erhält das Marienstift in Braunschweig für die bauliche Neuordnung und Umstrukturierung der Funktions- und Pflegebereiche
  • 7,1 Millionen Euro erhält das Wichernstift in Ganderkesee (Landkreis Oldenburg) für einen Ersatzneubau

Erstmals nachträgliche Mittel bewilligt

Darüber hinaus hat die Landesregierung eigenen Angaben zufolge erstmals nachträglich Geld aufgrund von Baupreissteigerungen bewilligt. Davon profitieren folgende Krankenhäuser:

  • 5 Millionen Euro gehen an das Städtische Klinikum Lüneburg für die Schaffung einer interdisziplinären Notaufnahme und Intermediate Care Unit, für die Konzentration der Radiologie und den Neubau der Intensivstation
  • 3,2 Millionen Euro gehen an das Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge für die Neukonzeption der Pflege
  • 3 Millionen Euro gehen an die Niels-Stensen-Kliniken in Bramsche (Landkreis Osnabrück) für die Verbesserung der Versorgungsstruktur
  • 3 Millionen Euro gehen an die Krankenhäuser Buchholz und Winsen für die Reorganisation des Pflegebereiches, den Anbau eines Bettenhauses mit Errichtung einer Intermediate Care Unit
  • 0,8 Millionen Euro gehen an das Krankenhaus Ginsterhof in Rosengarten (Landkreis Harburg) für die Erweiterung und Sanierung
  • 0,5 Millionen Euro gehen an das Evangelische Krankenhaus in Holzminden für die Neustrukturierung des Funktions- und Pflegebereichs
  • 0,5 Millionen Euro gehen an das St. Marienhospital in Vechta für die Umstrukturierung der Kinderklinik

Weitere 6,54 Millionen Euro will die Landesregierung in kleinere Bauvorhaben sowie in die Anschaffung medizinisch-technischer Großgeräte an verschiedenen Klinikstandorten investieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.08.2019 | 16:00 Uhr

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