Stand: 17.07.2020 15:22 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Land fördert Ausbildung in der Corona-Krise

Niedersachsen stellt ein 18 Millionen Euro schweres Programm zur Förderung von Ausbildungsplätzen bereit. (Themenbild)

Die niedersächsische Landesregierung hat in der Corona-Krise ein Hilfsprogramm für Ausbildungsbetriebe und Azubis aufgelegt. Mit Prämien und weiteren Bausteinen will Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sicherstellen, dass sich Firmen nicht aus der Ausbildung zurückziehen. "Das Ausbildungsjahr 2020 darf weder für die jungen Menschen, die sich am Übergang in ihr berufliches Leben befinden, noch für die Betriebe im Hinblick auf den Fachkräftebedarf ein verlorenes Jahr sein", sagte Tonne. Das Land stellt für das Programm über den zweiten Nachtragshaushalt 18 Millionen Euro bereit. Die Förderung läuft bis 2022. Sie soll die vom Bund geplanten "Azubi-Prämien" für Unternehmen ergänzen.

Land gibt Geld für Ausbildungs-Betriebe und Azubis

Niedersachsen 18.00 -

Zahlreiche Betriebe sind durch die Corona-Krise geschwächt. Damit sie auch künftig junge Menschen ausbilden, startet das Land einen 18 Millionen Euro schweren "Aktionsplan Ausbildung".

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Zuschüsse für weit entfernte Lehrstelle

Azubis in Niedersachsen sollen nach der Probezeit eine Prämie von 500 Euro bekommen, wenn sie eine Lehrstelle angetreten haben, die weiter als 45 Kilometer von zu Hause entfernt ist. Wer deswegen umzieht, soll einmalig ebenfalls 500 Euro erhalten. Außerdem ist eine Vermittlungsoffensive geplant. Denn zurzeit zögern junge Menschen, eine Ausbildung zu beginnen. Aber auch Betriebe sind angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft zurückhaltend, Azubis einzustellen. Unternehmen, die zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen, sollen eine Einmalzahlung von 1.000 Euro bekommen. Verlängern sie Ausbildungsverträge, weil etwa die Prüfung coronabedingt verschoben wurde, gibt es 500 Euro.

Handwerk begrüßt das Azubi-Programm

Das Handwerk begrüßt die Azubi-Initiative des Landes: "Das sind die Fachkräfte, die wir beim Aufschwung brauchen werden", sagte Hildegard Sander von den Niedersächsischen Handwerkskammern. Auch der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Mehrdad Payandeh, sieht die Millionen gut investiert. Es gehe darum, keine verlorene Corona-Generation zu produzieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.07.2020 | 13:00 Uhr

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