Stand: 21.03.2019 19:35 Uhr

Klimawandel: Teile des Landes werden trockener

In Teilen Niedersachsens könnte es durch den Klimawandel in den kommenden Jahren trockener werden. (Themenbild)

Der Klimawandel wird den Berechnungen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie zufolge, Niedersachsen mehr Trockenheit bringen. Davon sei vor allem der Nordwesten betroffen, während es in den meisten anderen Landesteilen feuchter werde. Das teilte die Landesbehörde anlässlich des Tags des Wasser am Freitag mit.

Neuberechnungen bis zum Jahr 2100

Für die Berechnung der Grundwasserstände bis zum Jahr 2100 wurden mögliche Extremwetterereignisse, Veränderungen der Niederschlagsverteilung und steigende Sommertemperaturen berücksichtigt.

Eine Deutschlandkarte auf blauem Hintergrund hat rote und gelbe Verfärbungen.

Außergewöhnliche Dürre im Boden hält an

Nach dem Rekordsommer 2018 hält die außergewöhnliche Dürre im Boden gerade in Norddeutschland immer noch an. Das geht aus einer aktuellen Studie des Helmholtz-Instituts hervor.

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Weniger Grundwasser durch höhere Verdunstung

Trockene Sommer könnten dafür sorgen, dass sich in der Ostfriesisch-Oldenburgischen Geest, Teilen der Ems-Hunte-Geest und der Dümmer-Region zukünftig möglicherweise weniger Grundwasser ansammele. Durch eine höhere Verdunstung in den Niederungen, könnte sich beispielsweise im nördlichen Weser-Aller-Tal oder in der Niederung der Elbe die Grundwasserneubildung verringern.

Fakten zum Grund- und Trinkwasser in Niedersachsen

  • Niedersachsen verbraucht pro Jahr circa 500 Millionen Kubikmeter Grundwasser.
  • Etwa 86 Prozent des Wasserbedarfs wird über Grundwasserleiter gedeckt, die sich im Untergrund bis rund 300 Meter Tiefe befinden. Die restlichen rund 14 Prozent stammen aus Talsperren und Quellen.
  • Das Grundwasser wird in fast 500 Wasserwerken gewonnen.
  • In Niedersachsen sind vor allem Grundwasserleiter aus eiszeitlichem Sanden und Kiesen weit verbreitet.
  • Der tägliche Wasserbedarf pro Person beträgt etwa 130 Liter.
  • Die Mehrzahl der fast acht Millionen Einwohner (mehr als 99 Prozent) sind an das Netz der öffentlichen Wasserversorgung angeschlossen, die restlichen Haushalte beziehen ihr Trinkwasser aus Privatbrunnen.
  • Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Niedersachsen liegt bei 700 Millimeter pro Jahr (Liter auf einen Quadratmeter pro Jahr).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.03.2019 | 07:00 Uhr

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