Stand: 27.03.2018 15:04 Uhr

Kfz-Gewerbe: Mehr verkauft, weniger verdient

Mehr verkauft, dabei weniger verdient, Ladenhüter Diesel-Autos - das ist die Bilanz des niedersächsischen Kfz-Gewerbes für das vergangene Jahr. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, hätten private Kunden in Niedersachsen 2017 insgesamt 12,2 Milliarden Euro für Autos und Reparaturen ausgegeben, sagte der Präsident des Kfz-Gewerbes, Karl-Heinz Bley, am Dienstag in Burgwedel in der Region Hannover. Das seien rund 500 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Probleme bereiteten dem niedersächsischen Kfz-Gewerbe vor allem die Debatten um den Diesel. Insgesamt wechselten knapp 1,2 Millionen neue und gebrauchte Wagen ihre Besitzer, ein Minus von 270 Fahrzeugen. Autos mit Diesel-Motor waren dabei die Ladenhüter: Von ihnen seien 22.500 weniger verkauft worden als noch im Jahr davor, ein Minus von gut 20 Prozent.

"Fahrverbote unverhältnismäßig"

Viele Autofahrer hätten sich stattdessen für einen Benziner entschieden. Kunden und Händler seien durch den Diesel-Betrug und die Diskussionen um Fahrverbote stark verunsichert, kritisierte Verbandschef Bley. Die Politik sei nun gefordert, schnell Klarheit zu schaffen. Das niedersächsische Kfz-Gewerbe halte Fahrverbote grundsätzlich für unverhältnismäßig und unnötig. Die Luftqualität werde sich in den kommenden Jahren auch ohne Verbotszonen verbessern, sagte Bley. Von den Autoherstellern fordert er trotzdem, ältere Euro-5-Diesel kostenfrei nachzurüsten. Dazu sei die Industrie moralisch verpflichtet, so Bley.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.03.2018 | 15:00 Uhr

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