Ein Banner in der Altstadt von Lüneburg weist eine Zone aus, in der das Anzünden von Feuerwerk untersagt ist. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Keine Böller an Silvester: Hier gilt das schon lange

Stand: 29.12.2020 08:45 Uhr

Silvester wird es ruhiger: Der Verkauf von Feuerwerk ist verboten, das Abbrennen wird auch eingeschränkt. Es gibt Städte, die schon lange mit einem Böllerverbot ins neue Jahr starten.

Seitdem das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg das allgemeine Feuerwerksverbot gekippt hat, gilt jetzt: Feuerwerk kann nun nur noch abseits belebter, öffentlicher Plätze, Straßen und Wege gezündet werden - wo das möglich ist, legt jede Kommune selbst fest. Das Ziel: Weniger Menschen auf den Straßen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. In einigen Kommunen im Land gilt bereits länger: Knallen verboten! Welche Erfahrungen haben die Städte gemacht?

Hameln: Keine kritischen Stimmen

Erstes Beispiel: Hameln. In der Altstadt gilt seit Jahren ein Böllerverbot, Hintergrund ist der Brandschutz: "Das Risiko wäre hier angesichts der vielen historischen Gebäude, die direkt aneinandergrenzen, sehr hoch.  Wir haben mit dem Böllerverbot durchweg gute Erfahrungen gemacht", sagte ein Sprecher NDR.de. Die Bevölkerung habe Verständnis für diese Regelung - wohl jeder sei sich darüber im Klaren, dass die Altstadt vor den Gefahren durch Feuerwerk und Böller geschützt werden müsse. "Kritische Stimmen sind mir nicht bekannt", so der Sprecher weiter.

Goslar: Verbot wird begrüßt

Auch in Goslar gilt seit mehr als zehn Jahren ein Böllerverbot. Grund war ein Großfeuer, dass zum Jahreswechsel 2006/2007 in der Altstadt ausbrach. "Das Verbot wird akzeptiert und bis auf wenige Ausnahmen befolgt. Wir haben gute Erfahrungen gemacht", sagte eine Sprecherin. Kritik an diesem Verbot werde, auch wegen des Großbrandes vor einigen Jahren, nur sehr selten geäußert. "Der überwiegende Teil der Kommentare in sozialen Netzwerken begrüßt das Verbot sogar", so die Sprecherin weiter.

Duderstadt: Nur anfangs einige Verstöße

In Duderstadt ist das Abbrennen von Feuerwerk innerhalb des Walles seit mittlerweile zehn Jahren untersagt. "Das Verständnis der Bevölkerung für dieses Verbot ist sehr hoch, denn diese Regelung erfolgte im Interesse der Innenstadtbewohner und zum Schutz der historischen Bausubstanz", sagte eine Sprecherin. Lediglich in den ersten zwei Jahren habe es einige wenige Verstöße - mittlerweile hätten sich die Bewohner an die Regelung gewöhnt. "Kritik ist an die Verwaltung in diesem Zusammenhang bisher nicht herangetragen worden", so die Sprecherin weiter.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.12.2020 | 08:00 Uhr

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