Stand: 24.10.2018 07:07 Uhr

Kaum Schäden nach Sturmtief "Siglinde"

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte gewarnt: In ganz Niedersachsen waren am Dienstag Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 100 Kilometern in der Stunde vorhergesagt. Und tatsächlich hat einen Monat nach "Fabienne" mit "Siglinde" ein neuer Herbststurm Niedersachsen ordentlich durchgepustet. Große Schäden blieben aber aus. Im Harz seien bei Torfhaus einige Bäume umgefallen. In den Landkreisen Harburg und Rotenburg (Wümme) stürzten einige Bäume um und beschädigten einen Lkw und blockierten Straßen. Auf Wangerooge riss die aufgewühlte See Teile des Strandes mit sich. An der Küste müsse auch am Mittwoch noch mit Sturmböen gerechnet werden, meldet der DWD. Die Deutsche Bahn meldet keine Schäden durch umgestürzte Bäume

Menschengruppe am stürmischen Strand

Sturmtief "Siglinde" sorgt für Wirbel

Hallo Niedersachsen -

Der Oktober hat in den Herbstmodus geschaltet. Sturmtief "Siglinde" sorgt für ungemütliches Wetter - vor allem im Harz und an der Küste.

4,14 bei 7 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Es bleibt windig

Mit dem goldenen Herbst scheint es angesichts sinkender Temperaturen nun vorbei. Im Nordwesten werden Temperaturen zwischen zwei Grad in den höheren Lagen und zwölf Grad im Flachland erwartet. Und mindestens bis Donnerstag bleibe es im Norden und Osten sehr windig mit einzelnen starken Böen.

Feuerwehr kämpft gegen lodernden Torfbrand

"Siglinde" brachte nicht nur Wind und Regen mit sich - das Sturmtief erschwerte auch Löscharbeiten bei einem Torfbrand in der Region Hannover. Der Brand einer großen Halde gestochenen Torfs im Schneerener Moor sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Auf 250 Metern Breite brenne es, sagte ein Feuerwehrsprecher zu NDR 1 Niedersachsen. "Der Wind macht uns extreme Probleme beim Löschen", so der Sprecher. Der starke Wind fachte die Flammen in dem Haufen aus gestochenem und geschichtetem Torf immer wieder an. Es wird damit gerechnet, dass der Brand erst am Mittwochabend gelöscht werden kann.

Fährverbindungen ausgefallen

In Emden entfielen drei Abfahrten des schnellen Katamarans nach Borkum, dafür setzte die Reederei AG Ems eine langsamere Ersatzfähre ein. Nach Helgoland und Neuwerk fuhr überhaupt kein Schiff mehr. Wind aus West-Nordwest mit Stärke acht sorgte dafür, dass die Lotsen sich in die Elbe auf Höhe der Insel Scharhörn zurückzogen. Der Sturm wehte dort in Böen mit bis zu 100 Stundenkilometern. An der Küste und auf den osfriesischen Inseln brachten die Strandkorbvermieter seit Dienstagmorgen ihre Körbe in Sicherheit.

Windstärke 12 auf dem Brocken

Die Landesforstbehörden hatte zudem davor gewarnt, die Wälder im Harz zu betreten. Es könnten Äste herunter- und ganze Bäume umfallen, die wegen Sturmtief "Friederike" aus dem Januar noch geschwächt sind. Wegen der Dürre der vergangenen Monate sei außerdem der Boden ausgetrocknet und könne den Bäumen deshalb weniger Halt geben.

Sturm-Stärken: Von Windstille bis zum Orkan

Weitere Informationen

"Siglinde" verursacht kaum Schäden im Norden

Mit dem schönen Herbstwetter ist es in Norddeutschland vorerst vorbei. Es wird in den nächsten Tagen unbeständiger, kühler und stürmisch. Für die Nordseeküste gilt zudem eine Sturmflutwarnung. (23.10.2018) mehr

Bahn bereitet Trassen auf Sturmsaison vor

In diesem Herbst will die Bahn für Stürme gewappnet sein: Bäume sollen nicht mehr auf die Gleise stürzen. Daraufhin werden nun in Niedersachsen die Trassen kontrolliert. (08.10.2018) mehr

Die aktuellen Unwetterwarnungen

In welcher Region droht das nächste Unwetter? Hier gibt's die aktuellen Warnmeldungen für ganz Deutschland. mehr

Wie wird das Wetter im Norden?

Hier finden Sie das aktuelle Wetter und die Vorhersage für ganz Norddeutschland. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 24.10.2018 | 06:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

02:50
Hallo Niedersachsen
03:49
Hallo Niedersachsen
03:10
Hallo Niedersachsen