Stand: 27.09.2018 12:53 Uhr

Kartoffelbauern erwarten heftige Ernteeinbußen

Niedersachsens Kartoffelbauern müssen in diesem Jahr wohl mit einem erheblichen Ernterückgang rechnen. Nach einem ungewöhnlich trockenen Sommer droht Niedersachsens Kartoffelbauern nach Schätzungen des Landesamtes für Statistik ein Ernte-Rückgang von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach vorläufigen Ergebnissen werden demnach in dem deutschen Kartoffelland Nummer Eins knapp 4,1 Millionen Tonnen Kartoffeln im laufenden Jahr geerntet. Insgesamt blieb Niedersachsens Anbaufläche mit 112.300 Hektar gleich groß. 2017 lag der Ertrag im Schnitt noch bei 49 Tonnen pro Hektar, aufgrund der Trockenheit ist im Jahr 2018 aber voraussichtlich mit 36 Tonnen zu rechnen.

Emsland und Diepholz besonders stark betroffen

Knapp ein Drittel der Kartoffeln wird im Emsland und im Landkreis Diepholz angebaut. Dort geht der Ertrag mit etwa 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr besonders stark zurück. Ähnlich schlecht sieht es im Landkreis Lüneburg aus, wo die Ernte um knapp ein Drittel geringer ausfallen wird als im Vorjahr. In den Landkreisen Uelzen und Gifhorn dürfte der Ernterückgang dank stärkerer Beregnung bei knapp 20 Prozent liegen. Auf der vor zwei Wochen beendeten Kartoffelmesse PotatoEurope 2018 war bereits von einer historisch niedrigen Ernte und drohenden Preissteigerungen von um die 30 Prozent die Rede.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 27.09.2018 | 12:00 Uhr

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