Ein Mann malt auf ein Tablet, während er parallel einen Laptop bedient. © imago images / Panthermedia Foto: Antonio Guillem

In Niedersachsens Hochschulen gilt weiter 3G-Regel

Stand: 25.11.2021 20:22 Uhr

Die Hochschulen und Universitäten in Niedersachsen bleiben für Geimpfte, Genesene und Getestete geöffnet - zumindest vorerst. Langfristig könnte 2G oder 2G-Plus gelten.

Die 3G-Regel ist nach Angaben der Staatskanzlei eine Übergangslösung. Sie gilt für vier Wochen bis zur nächsten Verordnung. Perspektivisch solle aber an den Hochschulen 2G oder 2G-Plus eingeführt werden. Die Hochschulpräsidenten schätzen, dass rund 90 Prozent der Studierenden geimpft seien, teilte das Wissenschaftsministerium mit.

Hochschule Hannover: Regelungen schlecht anwendbar

Britta Lehradt, Sprecherin der Hochschule Hannover, äußerte sich erleichtert darüber, dass es eine Übergangszeit bis zum 21. Dezember gebe. "Das gibt uns Zeit für die Entwicklung und Umsetzung von neuen Lösungen, die voraussichtlich zum Jahreswechsel notwendig sein werden", sagte Lehradt gegenüber dem NDR in Niedersachsen. Sie kritisierte, dass Hochschulen in der neuen Verordnung wie Freizeitveranstaltungen behandelt werden. Die Regelungen "werden der Situation eines Hochschulbetriebs nicht gerecht" und ließen sich nur unzureichend auf die Durchführung eines Lehr- und Forschungsbetriebes anwenden, so Lehradt.

FDP kritisiert Verordnung

Lars Alt, hochschulpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, kritisiert das Vorgehen der Landesregierung: Niedersachsen halte es, - anders als nahezu alle anderen Bundesländer - weiterhin nicht für notwendig, einen Passus für die Hochschulen in die Corona-Verordnung aufzunehmen, sagte er. Stattdessen würden die Hochschulen wie eine Karnevalssitzung, Veranstaltung oder Zusammenkunft behandelt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.11.2021 | 18:00 Uhr

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