Stand: 20.02.2019 12:33 Uhr

Hunderte Landesbeschäftigte streiken für mehr Geld

Rund 1.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen haben nach Angaben der Gewerkschaft ver.di am Mittwoch in Hannover für bessere Löhne demonstriert. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf 700. Die Gewerkschaft hatte die Landesbeschäftigten aus der Region Hannover sowie den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg zu dem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Daran beteiligten sich unter anderem die Straßenmeistereien sowie die Leibniz Universität und die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). In Oldenburg hatte der Niedersächsische Beamtenbund zu Protestaktionen aufgerufen.

menschen demonstrieren und halten Schilder hoch.

Mehr Lohn für öffentlichen Dienst gefordert

Niedersachsen 18.00 -

Rund 1.000 Demonstranten haben sich in Hannover versammelt, um für bessere Löhne zu kämpfen. Ver.di fordert eine Erhöhung um 6 Prozent oder mindestens 200 Euro mehr im Monat.

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Warnstreik in Straßenmeistereien, Unis und Ministerien

Viele der Streikenden fühlen sich unterbezahlt. Ihr Beruf müsse mehr gewürdigt werden, sagte zum Beispiel Rebecca Eckstein. Sie ist OP-Schwester an der MHH. Ihr Job sei körperlich und psychisch sehr belastend, das werde oft unterschätzt. An der MHH blieb nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers am Mittwoch gut die Hälfte der Operationssäle geschlossen. Notfälle mussten in andere Krankenhäuser gebracht werden.

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Beamtenbund will Verhandlungs-Ergebnis übernehmen

In Oldenburg unterstützt der Beamtenbund den Tarifstreit der angestellten Kollegen im öffentlichen Dienst, wie der Vorsitzende Martin Kalt sagte. Der Beamtenbund wolle das Ergebnis auch für seine Mitglieder übernehmen. Eine konkrete Zusage vom Land gebe es dafür aber noch nicht. In ganz Norddeutschland gab es am Mittwoch Warnstreiks im öffentlichen Dienst.

Tarifverhandlungen ohne Annäherung

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder im öffentlichen Dienst kommen nicht voran, die zweite Verhandlungsrunde endete ohne Annäherung. Die Gewerkschaften kritisieren, bislang hätten die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr Gehalt. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.02.2019 | 12:00 Uhr

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