Stand: 26.07.2019 19:46 Uhr

Hitzekoller auch auf Niedersachsens Straßen

Die derzeitige Hitze belastet nicht nur den menschlichen Körper, auch im Verkehr sorgen die hohen Temperaturen für Probleme. So musste bereits am Freitagvormittag die Autobahn 29 zwischen Varel und Zetel in Richtung Wilhelmshaven kurzzeitig gesperrt werden. Wie ein Sprecher der niedersächsischen Straßenbaubehörde erklärte, bestand dort die Gefahr sogenannter Blow-Ups, also das Aufbrechen des Straßenbelags. Und auch über das Wochenende kann es für Autofahrer zu Verzögerungen kommen: Das Verkehrsministerium in Hannover warnt Autofahrer vor Hitzeschäden auf Autobahnen, außerdem rollt die Ferienreisewelle aus Süddeutschland heran.

Betonplatte vorsorglich ausgetauscht

Die Gefahr der Blow-Ups betrifft vor allem alte Betonautobahnen wie die A29. Dort hat die Straßenmeisterei nach Angaben des Sprechers deshalb vorsorglich eine Betonplatte ausgetauscht. Die Platte drohte aufzuplatzen, weil sich der Beton in der Hitze ausdehnt und Spannung erzeugt. Ansgar Behrens von der Straßenbaubehörde erklärte, dass die Autobahnmeisterei einmal täglich die Strecke abfährt und kontrolliert. Alle Autofahrer sollten auf diesen Strecken besonders aufmerksam sein.

Sperrung auf A1

Ebenfalls betroffen ist die A1 bei Bremen. In Richtung Osnabrück staut sich zwischen Hemelingen und Arsten wegen einer Baustelle immer wieder der Schwerlastverkehr, was nun zur Folge hat, dass die rechte Spur dort stärker beschädigt ist als die anderen. Die hohen Temperaturen von bis zu 100 Grad weichen den Asphalt zusätzlich auf. Der Belag wird dann vom Gewicht der Lastwagen weggedrückt. Die betroffene Spur ist zwischen Hemelingen und Arsten vorsorglich gesperrt. Erst in der Nacht von Montag auf Dienstag soll sie repariert und Dienstagmorgen wieder freigegeben werden.

Reisewelle aus dem Süden

Gleichzeitig ist die Verkehrsbelastung an diesem Wochenende höher als sonst. In Bayern und Baden-Württemberg haben die Schulferien begonnen. Schon am Freitag machte sich dies auf den Autobahnen 1 und 7 in Richtung Norden bemerkbar. Urlauber aus den anderen Bundesländern machen sich zudem auf den Heimweg. "Die Reiserouten werden zeitweise zum Dauerparkplatz", hieß es vonseiten des ADAC.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.07.2019 | 17:00 Uhr

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