Stand: 15.12.2019 18:44 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Greta auf dem Heimweg: Twitter-Scharmützel im Zug

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Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich per Twitter ein Scharmützel mit der Bahn geleistet.

Monatelange Reisen um den halben Globus, samt Atlantik-Überquerung mit Segeljacht - verständlich, wenn sich Greta Thunberg von ihrer Zugreise von Basel zurück in die schwedische Heimat etwas Entspannung erhofft hätte. Doch mit der Deutschen Bahn scheint das nicht so leicht zu sein. In einem Tweet vom Sonnabend sieht man Greta in einem ICE sitzen - und zwar auf den Boden und von zahlreichen dicken Taschen eingeklemmt. Darunter schreibt sie: "in überfüllten Zügen durch Deutschland". Erst in Niedersachsen, kurz hinter Göttingen, konnte sie offenbar einen Sitzplatz ergattern.

Bahn kontert

Das lässt die Bahn nicht lange auf sich sitzen und kontert in einem eigenen Tweet: "Wir haben uns gefreut, dass du am Samstag mit uns im ICE 74 unterwegs warst. Und das mit 100 Prozent Ökostrom", richtet sich die Bahn direkt an Thunberg. Und legt nach: "Noch schöner wäre es gewesen, wenn du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist." In einer Pressemitteilung bekräftigt die Bahn, dass Thunberg zwischen Kassel und Hamburg vom Zugpersonal in der Ersten Klasse betreut worden sei.

Thunberg bleibt cool

Greta erzählt die Geschichte so: Tatsächlich habe sie einen Sitzplatz bekommen - allerdings erst ab Göttingen. Von Basel bis Göttingen habe sie auf dem Boden sitzen müssen, weil ihr ursprünglicher Zug ausgefallen war. Ein Problem sei das allerdings nicht für sie gewesen und das hatte sie ja auch nicht behauptet. Am Ende sieht die Klimaaktivistin die Sache positiv: "Überfüllte Züge sind ein großartiges Zeichen. Denn das bedeutet, dass der Bedarf an Zugreisen hoch ist!"

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.12.2019 | 18:00 Uhr

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