Stand: 11.08.2020 06:56 Uhr

Gerste und Weizen: Ernte fast beendet

Vor klaren Himmel ist eine Gerstenähre zu sehen. © dpa - Bildfunk Foto: Sina Schuldt
In den Regionen, wo es ausreichend geregnet hat, fällt die Ernte überdurchschnittlich aus.

Von der Weizen- und Gersteernte erwarten die Landwirte in diesem Jahr eher durchschnittliche Erträge. Kurz vor Ende geht das Niedersächsische Landvolk von Erntemengen zwischen sieben und 9,5 Tonnen je Hektar aus. Im Durchschnitt liege die Menge bei acht Tonnen pro Hektar. In Regionen, in denen Regen fiel, sei der Ertrag überdurchschnittlich. In trockenen Regionen dürfte die Ernte angesichts von Qualität und Menge nur für Biogasanlagen geeignet sein, wie es weiter hieß.

VIDEO: Getreide leidet unter Trockenheit (3 Min)

Geringer Proteingehalt bedeutet Verluste für Bauern

In diesem Jahr sei der Proteingehalt bei den Pflanzen zu gering, so das Landvolk. Die Mühlen deckten sich nun mit Backweizen aus Osteuropa ein, der einen höheren Proteingehalt habe. Das bedeute letztlich Einbußen für Niedersachsens Landwirte.

"Brauchen Regen, Regen und nochmals Regen"

Auch die Trockenheit mache den Landwirten zu schaffen, denn die Böden seien nach den Dürrejahren 2018 und 2019 noch ausgetrocknet. "Was wir weiter brauchen, ist Regen, Regen und nochmals Regen", sagte Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Pflanzenausschusses im Landvolk. "Zum einen für die anstehende Ernte mit Mais und Zuckerrüben und um die Wasserbilanz unserer Böden weiter aufzufüllen."

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Ein Mähdrescher fährt über ein Feld mit Wintergerste. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch/dpa

Regen kein Segen für Ernte der Wintergerste

Auch mit Regen kann man die Landwirte derzeit nicht glücklich machen: Die Ernte der Wintergerste leide unter den Niederschlägen. Das Landvolk rechnet mit Durchschnittserträgen. (06.07.2020) mehr

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Hallo Niedersachsen | 10.08.2020 | 19:30 Uhr

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