Puten stehen in einem Aufzuchtbetrieb. © picture alliance/ZB/Bernd Settnik Foto: Bernd Settnik

Geflügelpest in Niedersachsen: Krisenfall ist beendet

Stand: 10.06.2021 09:58 Uhr

Niedersachsen hat den jüngsten Ausbruch der Vogelgrippe überstanden. Das Landwirtschaftsministerium beendete in der Nacht zu Donnerstag offiziell den Krisenfall. Dieser galt seit kurz vor Weihnachten.

Bereits am Montag sei die letzte Sperrzone aufgehoben worden, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Niedersachsen war bundesweit besonders stark von der Geflügelpest betroffen. Insgesamt wurden mehr als 1,1 Millionen Tiere notgeschlachtet.

Höherer Schaden als vor vier Jahren erwartet

Die Höhe des wirtschaftlichen Schadens ist noch nicht bekannt. Der Geflügelwirtschaftsverband ging zuletzt davon aus, dass dieser deutlich höher liegen werde als nach der letzten Geflügelpest-Welle im Zeitraum 2016/17. Bereits vor Ostern waren bei der Tierseuchenkasse Entschädigungen von mehr als 20 Millionen Euro verbucht worden. Vor vier Jahren waren es 17 Millionen Euro.

Viele Putenbetriebe betroffen

Bei der nun beendeten Geflügelpest-Welle wurden mehr als die Hälfte der insgesamt 71 Ausbrüche im Landkreis Cloppenburg verzeichnet. Hauptsächlich waren kommerzielle Putenhaltungen betroffen. Aber auch in Legehennen- und Entenhaltungen, sowie in einer Elterntierhaltung für Masthähnchen und in Kleinsthaltungen wurde das für Tiere hochansteckende Virus nachgewiesen. Die ersten Fälle waren im November aufgetreten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.06.2021 | 09:00 Uhr

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