Eine Aktivistin hält bei einer Fridays for Future Demonstration ein Schild mit der Aufschrift "There's no Planet B" hoch. © picture alliance/Geisler Fotopress Foto: Matthias Wehnert

"Fridays for Future": Protest gegen Bankenpolitik

Stand: 14.05.2021 17:38 Uhr

Mit einem "Finanz-Aktionstag" hat die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" am Freitag gegen bestimmte Investments von Banken demonstriert. Auch in Niedersachsen sollte es Aktionen geben.

Aktivisten wollten in rund 50 deutschen Städten auf die Straße gehen. In Niedersachsen waren Proteste in Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg und Wolfsburg angekündigt. Anlass der Aktionen ist die Hauptversammlung der Commerzbank am Dienstag, wie "Fridays for Future" mitteilte. Umweltschützer werfen der Bank vor, massiv in fossile Energieträger zu investieren.

Commerzbank betreibe "Greenwashing"

Die Hauptkritik: Die Commerzbank habe sich zwar offiziell zum Pariser Klimaabkommen bekannt. Gleichzeitig habe sie in den letzten Jahren ihr Finanzierungsvolumen in fossile Energieträger verdreifacht, sagte Anna-Kathrin Diederich von "Fridays for Future" Göttingen. "Ein solches Verhalten ist unverschämt und verantwortungslos gegenüber den jüngeren Generationen weltweit." Die Außendarstellung der Commerzbank als klimaneutral und zukunftsorientiert sei "Greenwashing" und eine "aktive Täuschung der Kunden und Anleger", hieß es weiter.

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"Fridays for Future" fordert Finanzwende

Die Umweltbewegung fordert, dass die Finanzierung von Unternehmen gestoppt wird, die in irgendeiner Form mit fossilen Energien zu tun haben. Solche Unternehmen müssten "konsequent" auch aus Investitionen der Commerzbank gestrichen werden, sagte Carla Hille von "Fridays for Future". Stattdessen solle das Geld in erneuerbare Energien fließen, um die Energiewende voranzutreiben. Nur durch diese könnte die 1,5 Grad-Grenze eingehalten werden. Hille fordert eine "Finanzwende".

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Dieses Thema im Programm:

Regional Braunschweig | 14.05.2021 | 09:30 Uhr

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