Freibäder sind vorbereitet, der Saisonstart noch offen

Stand: 28.04.2021 14:03 Uhr

Azurblau schimmerndes Wasser, Sonnenschein, Pommes frites und eine bunte Tüte. Der Gedanke ans Freibad weckt bei Kleinen und Großen Sehnsüchte. Wann die Saison losgeht und wie, ist indes noch unklar.

Traditionell wird mancherorts bereits am 1. Mai angebadet, andere Anlagen öffnen im Juni. Doch im zweiten Corona-Frühjahr ist erneut Warten angesagt. "Wir könnten binnen kurzer Frist öffnen", sagt etwa ein Sprecher der Stadt Hannover. "Die Bäder sind instand gesetzt worden." Die Becken seien nach dem Winter geputzt und ausgebessert worden. Wasser werde aber noch nicht eingelassen. Im van-Ameren-Bad in Emden ist dagegen alles bereit. Das Becken sei gefüllt, Wasserproben entnommen und eingeschickt und das Hygienekonzept stehe, sagt Elke Fehren-Schmitz vom Förderverein. In Cuxhaven sind die Betreiber zurückhaltend. Mit Blick auf das vergangene Pandemiejahr haben sich die Verantwortlichen im Elbe-Weser-Dreieck entschieden, frühestens Anfang Juli in die Freibadsaison zu starten.

Öffnung hängt von Pandemielage ab

Eine Perspektive gibt es frühestens nach dem 9. Mai, bis dahin gilt nach aktuellem Stand der bundesweite Lockdown. Laut geltender Corona-Verordnung des Landes sind Schwimm- und Spaßbäder "für den Publikumsverkehr und Besuche" geschlossen heißt es in Paragraf 10.1.8. Der Stufenplan der Landesregierung vom Februar hatte in Aussicht gestellt, Freibäder mit Hygienekonzept zu öffnen, wenn die Inzidenz stabil zwischen 25 und 50 liegt. So niedrige Infektionswerte gibt es aktuell aber nur in Ostfriesland. Allerdings sei der Stufenplan eine "rechtlich unverbindliche Diskussionsgrundlage", heißt es aus dem Sozialministerium. Entscheidend sei die Verordnung. "Eine Perspektive zur Öffnung der Freibäder kann nicht vorhergesagt werden, sondern ist nach der Entwicklung der Pandemielage zu entscheiden", so das Ministerium.

Kommunen wollen Freibäder für Besucher öffnen

Landesweit gibt es laut Bäderatlas 362 Hallenbäder und 338 Freibäder. Die meisten sind in kommunaler Hand. Für Städte und Gemeinden bedeutet der Badespaß für Jung und Alt oft eine Belastung. "Freibäder sind ein heftiges Zuschussgeschäft", sagt Marco Mensen vom niedersächsischen Städte- und Gemeindebund. Er sei aber sicher, dass die Freibäder aufmachen, wenn die Ansteckungsraten sinken. "Die Kommunen sind sehr daran interessiert, ihre Bäder zu öffnen und den Bürgern ein Freizeitangebot zu machen", sagt Mensen. Dann dürften wie im vergangenen Sommer Auflagen wie festgelegte Besuchszeiten und begrenzte Besucherzahlen greifen.

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