Menschen stehen im Hafen von Wilhelmshaven und fotografieren die Fregatte "Bayern". © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

Fregatte "Bayern" Richtung Indopazifik ausgelaufen

Stand: 02.08.2021 18:48 Uhr

Die Fregatte "Bayern" ist am Montag mit ihrer Besatzung von Wilhelmshaven aus in den Indopazifik aufgebrochen. Gemeinsam mit ihren Verbündeten will die Bundesrepublik mehr Präsenz zeigen.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte bei der Verabschiedung, das Engagement im Indopazifik bedeute, nicht gegen etwas oder jemanden zu sein, sondern gemeinsam für etwas einzustehen. Es gehe um gemeinsames Handeln. Und darum, mögliche Konflikte friedlich und partnerschaftlich zu lösen, so die CDU-Politikerin

Marine will "Flagge zeigen"

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach, machte deutlich, dass es darum gehe, Flagge zu zeigen und vor Ort zu demonstrieren, dass Deutschland an der Seite seiner internationalen Partner "für die Freiheit der Seewege und die Einhaltung des Völkerrechts in der Region eintritt". Im Indopazifik entscheide sich die Ausgestaltung der internationalen Ordnung der Zukunft, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD). "Wir wollen diese mitgestalten und Verantwortung übernehmen für den Erhalt der regelbasierten internationalen Ordnung." Deutschland baue Partnerschaften und Engagement in der Region aus und beteilige sich an der Überwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea.

Einsatz der Fregatte endet im Februar

In dem riesigen Seegebiet zwischen dem Horn von Afrika, Japan und Australien verläuft eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Asien und Europa. 90 Prozent des Welthandels finden im Indopazifik statt. China demonstriert dort im Seegebiet allerdings immer stärker seine Macht. Im Februar soll der Einsatz des deutschen Kriegsschiffes enden.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 02.08.2021 | 18:00 Uhr

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