Stand: 03.09.2020 06:30 Uhr

Forderung: Tempo beim "Niedersächsischen Weg"

Ein Blühstreifen befindet sich neben einem Acker. © NDR Foto: Wilhelm Purk
Der "Niedersächsische Weg" bezeichnet eine Einigung über mehr Schutz der Natur und der Artenvielfalt. (Archivbild)

Landwirtschaft und Umweltverbände wollen, dass der sogenannte Niedersächsische Weg schnell voranschreitet. Er beschreibt eine Grundsatzeinigung zu mehr Natur- und Artenschutz im Land. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Niedersachsen appellierte an die Landesregierung, die Regelungen zügig in Gesetzen zu verankern.

BUND: "Eine einmalige Chance"

"Der 'Niedersächsische Weg' bietet eine einmalige Chance, einen großen Schritt hin zu einem Gesellschaftsvertrag zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu gehen", sagte der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Axel Ebeler. Förderprogramme und Verordnungen umzusetzen, "ist unsere gemeinsame Aufgabe für die kommenden Monate", so Ebeler.

Landvolk: Fraktionen sollen Vorschläge unterstützen

Der Landesbauernverband forderte ebenfalls ein schnelles Vorangehen. "Es gibt jetzt einen breiten gesellschaftlichen Konsens über die Inhalte des 'Niedersächsischen Wegs'", sagte Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke. Er rief die Regierungsfraktionen dazu auf, die Vorschläge zu unterstützen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.08.2020 | 16:00 Uhr

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