Der Schriftzug Hannover Airport, aufgenommen am frühen Morgen oberhalb der Aussichtsterrasse am Fluggastgebäude A des Flughafens. © dpa-Bildfunk Foto: Holger Hollemann

Flughäfen im Norden bekommen Corona-Hilfen

Stand: 12.02.2021 12:05 Uhr

Der Bund will die 15 großen Flughäfen in Deutschland mit einmaligen Zuschüssen stützen. Auch die Flughäfen in Hannover, Bremen und Münster/Osnabrück sowie der Flughafen Hamburg soll davon profitieren.

Finanz- und Verkehrsministerium haben sich nach Agenturberichten auf einen entsprechenden Plan geeinigt. Demnach will der Bund 200 Millionen Euro für Flughäfen bereitstellen, bei denen er nicht Eigentümer ist. Die Voraussetzung ist allerdings, dass die betroffenen Länder einen Zuschuss in gleicher Höhe übernehmen und für das vergangene Jahr keine Dividenden und Boni gezahlt werden.

Einige Flughäfen im Norden gehen leer aus

Der Bund will mit den Zuschüssen die Kosten für das Offenhalten der Flughäfen zu Beginn der Corona-Pandemie erstatten. Dabei geht es um den Zeitraum zwischen März und Juni 2020. Die Länder haben bereits ihre generelle Bereitschaft für das Modell erklärt. Ohne Gelder müssen unter anderem die kleineren Flughäfen in Kassel, Lübeck und Rostock auskommen.

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Unter anderem am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) sorgen die Aussichten für Aufatmen. Man freue sich, im aktuellen Entwurf berücksichtigt worden zu sein und damit zu den besonders wichtigen Flughäfen in Deutschland zu gehören, sagte Flughafen-Sprecher NDR 1 Niedersachsen. Allerdings ist den Angaben zufolge noch nicht klar, wie groß der Anteil für den Flughafen sein wird. Man rechne aber mit einer finalen Zusage in den nächsten Wochen, heißt es. Finanzielle Hilfen von Bund und Ländern entlasteten beim FMO vor allem die Gesellschafter - also in erster Linie die umliegenden Kommunen, so der Sprecher weiter. Für den Flughafen Hannover steht nach Angaben einer Sprecherin eine Summe von rund 20 Millionen Euro im Raum.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.02.2021 | 12:00 Uhr

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