Fahrzeuge stehen auf der A7 Richtung Hannover im Stau. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen

Ferienverkehr am Sonnabend: Lange Staus Richtung Küste

Stand: 10.07.2021 18:54 Uhr

In Nordrhein-Westfalen hat die zweite Ferienwoche begonnen - viele Familien zieht es zum Urlaub an Nord- und Ostseeküste. Entsprechend voll war es am Sonnabend auf vielen Autobahnen.

Besonders betroffen waren A1 und A7: Richtung Küste stockte der Verkehr auf der A7 etwa rund um Hamburg zeitweise auf 18 Kilometern Länge. Geduld brauchten auch Reisende auf der A1: Zwischen Osnabrück und Bremen sowie Bremen und Lübeck kam es zu Zeitverzögerungen von mehr als einer Stunde. Auf ähnliche Wartezeiten kamen Autofahrer auf der A31 im Emsland. Eine Baustelle zwischen Lingen und Wietmarschen sorgte hier für zusätzliche Verkehrsbehinderungen. Zeitweise staute es sich auf bis zu zehn Kilometern.

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ADAC: Mehr Urlauber mit Auto unterwegs

Der ADAC hatte mit den Verkehrsproblemen auf den Strecken gerechnet. "Mit Nordrhein-Westfalen ist das größte Bundesland schon unterwegs und von dort fahren viele gern durch Niedersachsen an die Küste", sagte Sprecherin Alexandra Kruse. Die Hauptziele der Urlauber seien die Klassiker: Das Meer, der Harz, die Heide und verschiedene Seen. Wegen Corona würden viele Menschen Urlaub im eigenen Land mit dem Auto machen, auch Camping sei ein großer Trend, so Kruse.

Baustellen auf der A1, A7, A255

Engpässe erwartet der ADAC zudem aufgrund mehrerer Baustellen. Demnach seien vor allem auf der A1 zwischen Osnabrück und Bremen Verzögerungen zu erwarten. Gleiches gelte für die A7, wo Baustellen im Süden Niedersachsens, aber auch im Norden bei Bispingen den Verkehr behinderten. Auch die Bauarbeiten auf der A255 vor den Hamburger Elbbrücken dürften weiter zu längeren Staus im Süden der Hansestadt führen.

Antizyklisch fahren, um Staus zu vermeiden

Kruse rät Reisenden dazu, erst am Samstagabend oder in der Nacht loszufahren - "das sollte man aber nur tun, wenn man ausgeruht ist", so die ADAC-Sprecherin. Auch am Sonntag früh am Morgen loszufahren, sei eine Alternative für eine entspanntere Reise.

Entscheidend: Eine gute Vorbereitung

Gerade bei längeren Strecken ist laut Kruse die Vorbereitung entscheidend: "Nicht einfach ins Auto steigen und das Navi anmachen, sondern vorher die Strecke genau anschauen und prüfen: Wo ist gerade Stau, wie ist die Lage?" Außerdem gelte immer der Rat, ausreichend Getränke, leichte Speisen und Spiele für die Kinder einzupacken. Zwischendurch sollten genügend Pausen eingeplant werden, in denen sich alle bewegen können. "Dann sind auch die Kinder entspannter", so Kruse.

"Einfädeln und einfädeln lassen!"

Insgesamt rechnete der ADAC für dieses Wochenende jedoch noch nicht mit dem ganz großen Verkehrschaos. Denn noch haben längst nicht alle Länder Ferien. "Mit jedem Wochenende und jedem Bundesland, das dazu kommt, wird es voller", so Kruse. Gerade für die Bereiche rund um die Baustellen erinnert sie daran, so lange wie möglich alle Fahrspuren zu nutzen und sich erst kurz vorher einzufädeln. Dabei sei dann - wie überall - gegenseitige Rücksichtnahme gefragt nach dem Motto: "Einfädeln und einfädeln lassen!"

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.07.2021 | 15:00 Uhr

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