Stand: 07.04.2017 15:00 Uhr

Fast 800.000 Tiere wegen Geflügelpest getötet

Noch immer ist ein Ende der Geflügelpest nicht in Sicht: Rund 792.000 Tiere mussten infolge der Seuche in Niedersachsen bislang getötet werden. Das berichtete ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Freitag. Davon waren 626.000 Puten. Außerdem sollen 94.000 Legehennen und Masthähnchen, 69.000 Enten und 2.900 Gänse getötet worden sein.

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15,5 Millionen Euro Schaden

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) schätzt die daraus resultierende Entschädigungssumme, die den Geflügelhaltern bislang gezahlt wurde, auf 15,5 Millionen Euro. Dieser Wert setze sich sowohl aus dem Wert der getöteten Tiere als auch aus den Kosten für die Entsorgung der Kadaver und der Desinfektion der Ställe zusammen. 7,6 Millionen Euro der Schadensumme trägt nach eigenen Angaben das Land. Den restlichen Betrag begleiche die Tierseuchenkasse, in die die Geflügelhalter vorsorglich einzahlen.

Cloppenburg bleibt Krisengebiet

Krisengebiet bleibt der Landkreis Cloppenburg. Erst am Donnerstag ist in Garrel ein weiterer Fall von Geflügelpest bekannt geworden. Rund 10.000 Puten seien betroffen, ihre Tötung und Beseitigung werde derzeit vorbereitet, hieß es von der Cloppenburger Kreisverwaltung am Donnerstag. Erst vergangene Woche war im Landkreis ein ähnlich großer Bestand mit dem einem hochansteckenden Erreger nachgewiesen worden.

Stallpflicht gilt in manchen Teilen weiterhin

Auch in anderen Teilen Niedersachsens gilt für Geflügelhalter noch die Stallpflicht. In der Grafschaft Bentheim, Emsland, Cloppenburg, Vechta, Ammerland und Oldenburg ist die Aufstallung kreisweit Pflicht, in Rotenburg an der Wümme und Gifhorn gilt die Stallpflicht mit Einschränkungen. 45 Wildvögel konnten bislang positiv auf das H5N8-Virus getestet werden. Das teilte das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.04.2017 | 14:30 Uhr

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