Stand: 12.04.2018 15:18 Uhr

Experten entschärfen 130 Tonnen Kampfmittel

In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr bei 725 Einsätzen rund 130 Tonnen Munition aus den beiden Weltkriegen geborgen und entsorgt worden. Das geht aus dem Jahresbericht des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hervor, der am Donnerstag präsentiert wurde. 2016 waren es lediglich 93 Tonnen - allerdings bei 945 Einsätzen. Leicht gestiegen von 266 auf 271 ist auch die Zahl der Blindgänger, die direkt vor Ort gesprengt werden mussten.

Lob vom Innenminister

Innenminister Boris Pistorius (SPD)bedankte sich bei den Mitarbeitern, die den gefährlichen Job ausgeführt haben. Zum Glück habe es dabei keinen einzigen Unfall gegeben, weder Bürger noch Kampfmittelexperten wurden verletzt, sagte Pistorius. Das sei ein eindrucksvoller Beleg für die herausragende Arbeit des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.

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Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sucht mithilfe von Luftaufnahmen nach Blindgängern. Bei Bomben-Verdacht rücken die Experten aus - ein gefährlicher Job. Video (01:02 min)

Viele Funde durch Bau von Offshore-Windparks

Auch mehr als 70 Jahre nach Kriegsende wird in Niedersachsen regelmäßig Blindgänger entdeckt - entweder zufällig bei Baumaßnahmen oder durch die Auswertung von Luftbildern. Durch den Bau von Offshore-Windparks rückte zuletzt verstärkt die Nordsee in den Fokus. 2017 wurden hier rund zwei Tonnen Weltkriegsmunition entdeckt - darunter zwei Torpedoköpfe, zwei Brandbomben und Sprenggranaten. Die Munition wird nach Angaben des Ministeriums im Lauf der Zeit immer gefährlicher. Alterungsprozesse und Korrosion erhöhten oft die Gefahr einer plötzlichen Explosion.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.04.2018 | 15:00 Uhr

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