Stand: 18.07.2020 18:45 Uhr

Erstes Ferienwochenende: Wetter toll - Straßen voll

Menschen sitzen in Strandkörben an einem belebten Strand. © dpa Foto: Sina Schuldt
Ab in den Urlaub: Nordseeküste und Ostfriesische Inseln erwarten am ersten Ferienwochenende großen Andrang. (Themenbild)

Hurra, die Ferien sind da - es sind die ersten Sommerferien unter dem Eindruck von Corona. Da stellt sich die Frage: Was ist erlaubt, was nicht? Für einige Länder bestehen aufgrund der Pandemie Reisewarnungen, andere stuft die Bundesregierung als weniger risikoreich ein. Bedenkenlos ist das Reisen an ferne Orte in diesen Zeiten jedenfalls nicht möglich. Daher planen viele Niedersachsen offenbar, innerhalb Deutschlands zu urlauben - auch in Niedersachsen selbst, beispielsweise per Fahrradtour, mit einer Reise auf die Ostfriesischen Inseln oder in den Harz. Wohin auch immer es einen zieht: Es gelten die Corona-Vorschriften der Länder. Auf darüber hinausgehende regionale Bestimmungen müssen Urlauber ebenfalls achten.

Wie es mit dem Wetter aussieht, zeigt eine Karte mit der Vorhersage für die kommenden Tage.

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Engpässe auf A1 und A7

Fahrzeugkolonnen schieben sich über die Autobahn A7 bei Mellendorf in Richtung Norden. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen/dpa
Auf der A7 (hier bei Mellendorf in der Region Hannover) war am Sonnabend viel los.

Am ersten Sommerferienwochenende in Niedersachsen hat sich die Reisewelle gen Norden in Bewegung gesetzt. Auf den Hauptstrecken A1 und A7 Richtung Norden staute sich oder stockte am Sonnabend der Verkehr. Der Grund: Inzwischen haben nahezu alle Bundesländer Ferien; dazu kommt das aufgehobene Sonntagsfahrverbot für Lkw. Der ADAC rechnete bereits im Vorfeld mit Problemen auf A1 und A7. Als Stau-Brennpunkte nannte der ADAC etwa die A7 zwischen dem Rasthof Allertal und Mellendorf sowie zwischen Echte und Seesen. Auch auf der Autobahn 1 zwischen dem Bremer Kreuz und Bremen/Brinkum könnte es voll werden.

Auch auf den Landstraßen wird's voll

Viel Verkehr erwartet der ADAC auch außerhalb der Autobahnen: Wegen der Corona-Pandemie hätten sich viele Menschen für einen Heimaturlaub entschieden. Straßen, die in Naherholungsgebiete führen, könnten deshalb gerade an Wochenende voll werden. Durch den deutlich geringeren Transitverkehr von Nord- nach Südeuropa, gibt es nach ADAC-Angaben bisher aber insgesamt weniger Staus als sonst in den Sommerferien.

Aktuelle Staumeldungen finden Sie im NDR Verkehrsstudio.

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Flughäfen haben freie Kapazitäten

Nach den Beschränkungen wegen der Corona-Krise haben die Flughäfen im Land den Flugverkehr inzwischen wieder aufgenommen. Vom Hannover Airport starten 20 Linien zu 50 Reisezielen, die beliebtesten sind unter anderem Mallorca, Kreta und die Kanarischen Inseln, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Vom Flughafen Bremen aus werden 20 Ziele angeflogen. Die Frequenz ist dabei steigerungsfähig. Der Flughafen Hamburg zum Beispiel hat derzeit ein Passagieraufkommen von 20 Prozent, Münster/Osnabrück von 33 Prozent im Vergleich zu dem Aufkommen vor der Corona-Krise.

Vorsicht vor Einbrecherbanden

Ferienzeit ist auch häufig die Zeit für Kriminelle. Die Polizei in Lüneburg warnt Urlauber vor Einbrechern. Es gelte, Häuser und Wohnungen in Abwesenheit zu sichern, sie sollten am besten einen bewohnten Eindruck machen. Das Hamburger Umland sei aufgrund der guten Autobahnanbindungen besonders gefährdet. Zudem sollte mit aktuellen Urlaubsbildern oder Statusberichten in sozialen Netzwerken sorgsam umgegangen werden, so der Rat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.07.2020 | 08:00 Uhr

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