Stand: 17.03.2019 10:54 Uhr

Einigung: 3,7 Prozent mehr Geld für Stahlkocher

Für die Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlbranche gibt es 3,7 Prozent mehr Gehalt und eine Zusatzzahlung von 1.000 Euro im Jahr.

Die Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie erhalten mehr Geld. Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich nach einem 16-stündigen Verhandlungsmarathon am frühen Sonntagmorgen auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die rund 72.000 Beschäftigten in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen bekommen ab März 3,7 Prozent mehr Lohn. Rückwirkend gibt es für Januar und Februar eine Einmalzahlung von 100 Euro, wie die IG Metall mitteilte. Außerdem werden ab 2020 einmal im Jahr 1.000 Euro zusätzlich ausgezahlt.

Ein Mitarbeiter reinigt im Stahlwerk der Salzgitter AG eine Roheisenpfanne. © dpa-Bildfunk Foto: Christophe Gateau

Stahlbranche: Mehr Geld oder freie Tage

NDR 1 Niedersachsen - Aktuell -

Der Lohn der Eisen- und Stahl-Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen steigt ab März um 3,7 Prozent. Die Zahlung kann auch in freie Tage umgewandelt werden.

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Zusatzzahlung kann in freie Tage umgewandelt werden

Die Gewerkschaft IG Metall und der Arbeitgeberverband Stahl einigten sich darauf, dass diese Zahlung auch in freie Tage umgewandelt werden kann. Dieser Punkt war bis zuletzt strittig. Denn die Arbeitgeber fürchteten, dass sich dadurch die wöchentliche Arbeitszeit verkürzt. "Insbesondere die Forderung nach einem in Freizeit umwandelbaren Zusatzentgelt hat uns vor eine Zerreißprobe gestellt", sagte der Geschäftsführer im Arbeitgeberverband Stahl, Christian Büttner. Insgesamt sei die Tarifrunde "außergewöhnlich komplex" gewesen und sei dementsprechend intensiv geführt worden.

"Mehr Selbstbestimmung und Entlastung für Beschäftigte"

Der IG-Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler wertete den Vertrag als Erfolg. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", so Gieseler. Gerade die Regelung für mehr freie Tage trage dem Wunsch der Beschäftigten nach mehr Selbstbestimmung und Entlastung Rechnung. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft sechs Prozent mehr Gehalt gefordert. Die Arbeitgeber hatten 2,5 Prozent mehr Geld angeboten. Mithilfe von Warnstreiks versuchte die Gewerkschaft daraufhin, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Der nun ausgehandelte Vertrag hat eine Laufzeit bis Februar 2021.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.03.2019 | 10:00 Uhr

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