Mitglieder verschiedener Schützenvereine nehmen vor dem Rathaus in Hannover am Umzug des Schützenfestes teil. © dpa-Bildfunk Foto: Swen Pförtner

Düstere Aussichten für Schützenfestsaison in Niedersachsen

Stand: 12.04.2021 08:35 Uhr

Eigentlich startet im Mai traditionell die Schützenfest-Saison in Niedersachsen. Doch auch in diesem Jahr dürfte daraus wegen der Corona-Pandemie vielerorts nichts werden.

"Wir bekommen natürlich nur vereinzelt Rückmeldungen von den Vereinen, aber bisher haben wir mitbekommen, dass in diesem Jahr wahrscheinlich nicht sehr viel stattfinden wird", sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Sportschützenverbandes. Noch nicht abgesagt ist das Schützenfest in Hannover. Auf der Internetseite des Schützenfestes zählt sogar ein Countdown die Tage bis zum geplanten Beginn Anfang Juli herunter.

Hoffen auf Besserung

Verschiedene Szenarien würden durchgespielt, wie es vielleicht doch noch stattfinden könne, hieß es. Eine Entscheidung werde zu einem späteren Zeitpunkt getroffen, "wenn wir die Lage der Pandemie besser einschätzen können", sagte eine Sprecherin der Stadt Hannover. Das nach eigenen Angaben größte Schützenfest der Welt fiel im letzten Jahr aus. Für die Deckung der trotzdem laufenden Kosten stellte die Stadt 60.000 Euro zur Verfügung.

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Keine Geselligkeit und kein Geld

Auch bei den möglichen Absagen der kleineren Schützenfeste spielen die Finanzen eine Rolle. Darauf verweist der Deutsche Schützenbund (DSB). "Einmal fehlt dadurch das Gesellige, zum anderen fällt für die Schützenfeste auch eine Einnahmequelle weg", sagte Robert Garmeister, Leiter der Abteilung Recht und Verbandsentwicklung beim DSB. Weil zudem private Feiern nicht stattfinden dürfen, fehle eine weitere Geldquelle. Dazu kämen laufende Kosten, so Garmeister.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 12.04.2021 | 07:00 Uhr

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