Stand: 19.08.2019 18:14 Uhr

Dürrehilfen: Millionen für Niedersachsens Bauern

Nach dem Dürresommer 2018 haben niedersächsische Bauern bis zum 31. Juli 25,8 Millionen Euro an staatlicher Nothilfe erhalten. Das hat das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag mitgeteilt. In ganz Deutschland zahlten Bund und Länder 228 Millionen Euro Nothilfe an betroffene Landwirte. Mit 69,7 Millionen Euro ist am meisten nach Brandenburg geflossen.

Noch bis Ende August Auszahlungen möglich

Vor einem Jahr hatte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) die Ernteschäden als Ereignis "nationalen Ausmaßes" eingestuft. Vor allem der Norden und Osten Deutschlands waren betroffen. Der Bund und fast alle Länder hatten Hilfen von insgesamt 340 Millionen Euro zugesagt. 6.949 Anträge seien bewilligt worden, davon stammten allein 3.270 aus Niedersachsen, teilte das Bundesministerium mit. Die Länder schütteten bis Ende Juli 108,5 Millionen Euro aus. Der Bund überwies 119,7 Millionen Euro. Noch bis zum 31. August sind Auszahlungen möglich. Voraussetzung für die staatlichen Hilfen war, dass mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung zerstört wurden und der Hof in seiner Existenz gefährdet war.

Mäßige Ernten erwartet

Im laufenden Jahr ist es nicht ganz so dramatisch wie 2018. Allerdings ist es weiterhin zu trocken. In Niedersachsen und Bremen sind seit Jahresbeginn nur rund die Hälfte der Niederschläge gefallen, die im langjährigen Mittel zu erwarten gewesen wären. Vor allem der Süden Niedersachsens ist betroffen, heißt es beim Deutschen Wetterdienst. Die Landwirte erwarten dementsprechend nur mäßige Ernten, zumindest bei Kartoffeln und beim Getreide.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 14.08.2019 | 17:00 Uhr

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