Stand: 18.04.2019 19:00 Uhr

Diakonie-Mitarbeiter bekommen mehr Geld

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Die Gehälter steigen, außerdem sollen Alten- und Krankenpfleger gleich viel verdienen. (Symbolbild)

Die Diakonie hat sich mit der Gewerkschaft ver.di darauf geeinigt, die Gehälter der rund 37.000 Arbeitnehmer in Niedersachsen in drei Schritten anzuheben. So erhalten die Beschäftigten bereits zum 1. Mai mindestens 70 Euro mehr. Zum ersten Januar 2020 soll das Gehalt noch einmal um 2,6 Prozent steigen, ein Jahr später um weitere 1,6 Prozent. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 30 Monaten und orientiert sich damit an den Laufzeiten im öffentlichen Dienst.

Beide Seiten zeigen sich zufrieden

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In der Nacht zu Donnerstag hatten die Parteien im Tarifstreit diese Einigung erzielt. "Wir sind mit diesem Gesamtpaket sehr zufrieden", sagte ver.di-Verhandlungsführerin Annette Klausing. Auch der Vorsitzende des Diakonischen Dienstgeberverbandes, Rüdiger Becke, äußerte sich positiv: "Es ist erfreulich, dass wir zu einem guten Ergebnis gekommen sind." Die Auszubildenden profitieren ebenfalls. Für sie sind drei Lohnerhöhungen zum 1. Mai und jeweils zum Jahresanfang 2020 und 2021 um je 50 Euro vereinbart worden.

Gehälter in der Altenpflege werden angeglichen

Generell werden die Gehälter der verschiedenen Pflegebereiche angeglichen. Eine examinierte Altenpflegekraft in der Altenhilfe soll ab September 2022 genauso viel verdienen wie eine Krankenschwester. Momentan verdienen Beschäftigte in der Altenpflege drei Prozent weniger. Über die schrittweisen Erhöhungen hinaus haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber auf eine sogenannte Pflegezulage geeinigt. Diese sieht für eine Krankenhaus-Pflegekraft mit dreijähriger Ausbildung ab dem 1. Mai unabhängig vom Pflegefeld 120 Euro zusätzlich vor, in der Altenpflege ab Anfang 2020.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.04.2019 | 16:00 Uhr

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