Stand: 15.05.2020 15:08 Uhr

Datenschutz: Thiel hält Corona-Apps für sinnvoll

"Vielen Dank! Ab sofort helfen Ihre Daten unseren Experten. So können wir denn Coronavirus besser verstehen und wichtige Ressourcen effizient verteilen - Pass Sie weiter auf sich auf." steht in der App "Corona-Datenspende" des Robert Koch-Instituts. © dpa - Bildfunk Foto: Matthias Balk
So sieht die Oberfläche einer Corona-App aus. (Themenbild)

Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Datenschutz, Barbara Thiel (CDU), steht Corona-Apps aufgeschlossen gegenüber. Sie könnten ein geeignetes Mittel sein, um Infektionsketten zu unterbrechen, ohne dabei die Grundsätze des Datenschutzes außer Acht zu lassen, sagte Thiel am Freitag in Hannover. Allerdings müsse sichergestellt werden, dass die Daten nur für den Kampf gegen die Pandemie genutzt würden. Den Austausch von Daten zwischen Gesundheitsämtern und Polizei in der Corona-Krise hatte Thiel in der Vergangenheit scharf kritisiert.

Daten nur auf dem Handy speichern

Die von der Bundesregierung geplante Corona-Warn-App soll voraussichtlich Mitte Juni in einer ersten Version zur Verfügung stehen. Die Warn-App dürfe aber keine zusätzliche Tracking-Funktion haben, also keine Bewegungsprofile erstellen, mahnte Thiel. Zudem sollten die Daten dezentral auf dem Smartphone der jeweiligen Nutzer gespeichert werden. Dies schließe einen Datenmissbrauch durch Server- oder Cloud-Betreiber nahezu aus, so Thiel.

Weitere Informationen
Man trägt eine Smartwatch und hat auf Smartphone die Corona-Datenspende-App geöffnet.

Wie funktionieren Corona-Datenspende-Apps?

Die Corona-Datenspende-App liefert gesundheitliche Daten zu Forschungszwecken an das Robert Koch-Institut. Erfasst werden die Daten zum Beispiel über eine Smartwatch. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 15.05.2020 | 17:00 Uhr

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