Ein Rettungsschwimer der DLRG blickt auf eine Übung auf dem Wasser. © picture alliance/Geisler-Fotopress Foto: Christoph Hardt

DLRG zählt bislang 54 Badetote in Norddeutschland

Stand: 05.08.2021 11:00 Uhr

Im Vergleich zum Vorjahr meldet die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) weniger Badetote. Im Juni und Juli waren es jedoch mehr, besonders an der Ostsee.

184 Menschen sind seit Jahresbeginn in deutschen Gewässern ertrunken, wie die DLRG am Donnerstag in Berlin bilanzierte. Das seien vier weniger als im Vorjahreszeitraum. Allerdings sei die Zahl der Opfer in den Sommermonaten gestiegen: Im Juni und Juli (Stichtag 21. Juli) waren es diesmal 116, im vergangenen Jahr 95 Menschen. Im Ländervergleich zählte die DLRG die meisten Toten in Bayern und Baden-Württemberg, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (MV). "Der auffällig starke Anstieg ist vor allem durch eine gestiegene Zahl von Badeunglücken in der Ostsee zu erklären", sagte Präsident Achim Haag. Die meisten Ertrinkungsfälle gab es dennoch an ungesicherten Gewässern wie Badeseen oder Flüssen.

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Viele Badetote aus MV in der Ostsee ertrunken

In Mecklenburg-Vorpommern starben die meisten Menschen im Juni und Juli im Meer. 13 der 21 Badetoten im ersten Halbjahr 2021 kamen den Angaben zufolge in der Ostsee ums Leben. Weitere sechs verloren ihr Leben in Seen und Teichen, zwei in Flüssen. Die meisten Opfer waren den Angaben zufolge männlich und älter als 56 Jahre. Eine Person konnte bislang nicht identifiziert werden, so die DRLG.

Niedersachsen: Vorwiegend Badeunfälle in Seen und Teichen

In Niedersachsen sind in der ersten Jahreshälfte 15 Menschen ertrunken, davon allein fünf im Februar und sechs im Juni. Die meisten ertranken demnach in Seen oder Teichen, lediglich eine Person sei in der Nordsee ums Leben gekommen. Mit einer Ausnahme waren laut DLRG alle männlich. Vier waren Kinder bis zu zehn Jahren, drei zwischen 26 und 30 Jahren alt und sechs über 60 Jahre alt.

Schleswig-Holstein: Meiste Opfer in Binnengewässern

Elf Badetote hat die DLRG in der ersten Jahreshälfte in Schleswig-Holstein gezählt, zehn von ihnen starben im Juni und Juli. Unter den fünf weiblichen und sechs männlichen Verstorbenen waren fünf Kinder und Jugendliche sowie fünf über 60-Jährige. Die meisten ertranken auch dort in Binnengewässern wie Seen und Teichen. In der Nordsee kam niemand ums Leben, in der Ostsee zwei Personen.

Vier Badetote in Hamburg noch nicht identifiziert

In der Hansestadt sind bis zum Stichtag Ende Juli sieben Menschen ertrunken. Alle waren laut DLRG männlich und aus unterschiedlichen Altersgruppen. Vier von ihnen konnten von den Behörden bislang nicht identifiziert werden.

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Aktuell | 05.08.2021 | 12:00 Uhr

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