Die ehrenamtliche Rettungsschwimmerin Anneke und ihr Kollege Luca überwachen einen Badestrand an der Nordsee bei Schillig. © dpa/picture alliance Foto: Mohssen Assanimoghaddam

DLRG rechnet wegen Corona mit herausfordernder Badesaison

Stand: 15.05.2021 21:00 Uhr

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) stellt sich zum Start der Badesaison auf einen schwierigen Sommer ein. Verantwortlich dafür sind die Folgen der Corona-Krise.

Bereits vor dem Ausbruch der Pandemie konnten immer weniger Kinder und Jugendliche sicher schwimmen, heißt es von der DLRG. Der coronabedingte Ausfall von Schwimmunterricht habe die Situation noch verschlimmert. Außerdem hätten die Rettungsschwimmer infolge geschlossener Schwimmbäder nicht wie gewohnt trainieren können. "Wenn man all diese Dinge zusammennimmt, bedeutet das eine enorme Verschärfung der Lage für uns Rettungsschwimmer", sagte der Sprecher der DLRG in Niedersachsen, Christoph Penning, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Die Rettungsschwimmer, die nun starten, sind seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr geschwommen. Das ist natürlich gefährlich."

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Viele Badende - viel Arbeit für die Retter

Zudem erwartet der Verband einen ähnlich großen Andrang an den norddeutschen Badeseen und Küsten wie im vergangenen Jahr. "Wir werden eine Badesaison haben, in der wir noch sehr viel stärker aufmerksam sein müssen als sonst", sagte Penning. Die DLRG wolle daher ihre Ehrenamtlichen in Gesprächen für die besonderen Umstände sensibilisieren.

Rund 400 bewachte Badestellen in Niedersachsen

Von Mitte Mai bis Mitte September werden rund 400 Badestellen zwischen Küste und Harz von mehreren Tausend DLRG-Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern bewacht. Zunächst gibt es Aufsichten vor allem an den Wochenenden. "In den Ferien sind wir dann rund um die Uhr vor Ort", sagte Penning. Im vergangenen Jahr retteten die Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer der DLRG insgesamt 901 Menschen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.05.2021 | 10:00 Uhr

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