VIDEO: Landräte kritisieren Impfstoffmangel in den Impfzentren (5 Min)

Corona in Niedersachsen: Wenig Aussicht auf baldige Erstimpfung

Stand: 14.05.2021 15:08 Uhr

Wie auf Bundesebene sinken auch in Niedersachsen die Inzidenzen. Das Land reagiert mit einer Öffnungsstrategie. Nun gerät allerdings die Impfkampagne erst einmal ins Stocken.

Nachdem gut ein Drittel der Niedersachsen mindestens einmal gegen Corona geimpft ist, will das Land jetzt den Schwerpunkt auf Zweitimpfungen legen. Die bereits geimpften Menschen müssten zuerst ihre zweite Spritze erhalten, ehe die Erstimpfungen wieder in gewohntem Umfang fortgeführt werden könnten, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm. Im Gesundheitsministerium geht man davon aus, dass die meisten bereits vereinbarten Erstimpfungs-Termine wie geplant eingehalten werden. Die Kommunen befürchten jedoch, dass ihre Wartelisten immer länger werden. Grüne und FDP kritisieren die Landesregierung für ihr Vorgehen. Ab Anfang Juni sollen wieder verstärkt Erstimpfungen möglich sein. Rund 590.000 Männer und Frauen stehen zurzeit auf der Warteliste für einen Termin.

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Eine elektronische Anzeigetafel mit dem Wort "Impfzentrum" und ein Plakat mit der Abbildung einer Spritze weisen den Weg zum Impfzentrum auf dem Messegelände in Hannover. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

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Stufenplan für Öffnungen

Die neue Öffnungsstrategie sieht stufenweise, langsame Lockerungen vor. Einen Stufenplan hatte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) kürzlich vorgestellt. Das Vorgehen ist laut Landesregierung an Tests und Impfungen geknüpft. Für die Menschen gibt es dadurch mehr Möglichkeiten im Alltag, solange die Infektionen die mit dem Bund vereinbarten Schwellenwerte nicht überschreiten. Voraussetzung für mehr Freiheiten sind negative Corona-Tests, Impfungen oder die Genesung nach einer Corona-Infektion. Branchen wie die Gastronomie, der Tourismus, der Einzelhandel dürfen unter den klar festgelegten Voraussetzungen Gäste beziehungsweise Kunden empfangen. Kinder und Jugendliche nimmt die Landesregierung stärker in den Fokus und eröffnet mehr Möglichkeiten auch im Sportbereich.

Schule und Kita: Szenario B bis Inzidenz 165

Wie jüngst angekündigt wird Niedersachsen auch bei Schulen und Kita mehr Unterrichtsmöglichkeiten zulassen und die Schwellenwerte für die Szenarien an die "Bundes-Notbremse" anpassen. Demnach können Schülerinnen und Schüler ab Montag bis zur Inzidenzmarke von 165 im Szenario B (Wechselmodell) bleiben - erst dann gilt Szenario C (Distanzunterricht). In Kindertagesstätten können bis zur Inzidenz 165 alle Kinder in festen Gruppen und Räumen betreut werden. Förderschulen und Abschlussklassen sollen unabhängig von der jeweiligen Inzidenz im Wechselmodell unterrichtet werden.

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Leere Strandkörbe stehen bei trübem Wetter am Strand im Ortsteil Döse. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wird der Tourismus in Niedersachsen massiv beeinträchtigt. Die Strände der Stadt Cuxhaven dürfen derzeit lediglich von Einwohnern der Stadt oder dem Landkreis Cuxhaven genutzt werden. © picture-alliance / dpa Foto: Hauke-Christian Dittrich

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Bleibt Sieben-Tage-Inzidenz Maß aller Dinge?

Manche Forscher fordern inzwischen, weitere Werte heranzuziehen - etwa die Neuzugänge in Kliniken. Der Grund: Die vermehrten Tests - vor allem in Bevölkerungsgruppen, die meist nicht schwer an Covid-19 erkranken - führen laut Wissenschaftlern zu einer massiven Steigerung der Fallmeldungen, aber nicht proportional zu einer Steigerung der Krankheitslast. Zudem gebe es durch die zunehmende Zahl an Impfungen zwar weniger Infektionen, aber vor allem weniger schwere Erkrankungen. Statt ausschließlich die Inzidenz sollte also auch die Zahl der Neuaufnahmen und die Auslastung der Intensivstationen betrachtet werden. Die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen verzeichnen dabei noch weniger als 0,5 Neuaufnahmen pro Tag und 100.000 Einwohner - und liegen damit unter dem von Forschern vorläufig errechneten Grenzwert von 0,7 täglichen Neuaufnahmen pro 100.000 Einwohner.

Test-Angebote für Belegschaft: Firmen in der Pflicht

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Seit dem 20. April müssen Unternehmen in Niedersachsen ihren Angestellten und Beschäftigten einmal in der Woche einen Corona-Test anbieten, falls diese nicht von zu Hause aus arbeiten können. Für die Belegschaft sind die Tests freiwillig. Wirtschaftsverbände hatten gegen die generelle Testpflicht in Unternehmen mobil gemacht und sich vehement gewehrt.

Corona-Hotline in Niedersachsen

Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 oder seinen Hausarzt kontaktieren. Der Arzt klärt dann am Telefon, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt und trifft geeignete Maßnahmen. Wird eine Infektion nachgewiesen, muss der Patient in häusliche Quarantäne. Kontaktpersonen der erkrankten Person werden bei engem Kontakt ebenfalls in der Regel für 14 Tage zu Hause isoliert. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen bleiben: Abstand halten, Mundschutz tragen, regelmäßig Hände waschen und nicht in die Hand husten oder niesen.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 14.05.2021 | 19:30 Uhr

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