Sarg mit Rose © dpa

Corona führt zu Übersterblichkeit am Jahresende

Stand: 22.01.2021 17:27 Uhr

Deutlich mehr Todesfälle als in Vorjahren haben Statistiker ab Oktober in Niedersachsen beobachtet. Die Übersterblichkeit durch Corona ist allerdings im Norden niedriger als in anderen Bundesländern.

Als im Oktober die zweite Welle der Corona-Pandemie an Fahrt aufnahm, stieg infolge der stetig steigenden Infektionszahlen auch die Zahl der Toten. Aber natürlich starben auch unabhängig von Corona Menschen. Insgesamt gab es im Oktober in Niedersachsen 7.844 Tote - das waren jedoch etwa 3,5 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Das geht aus vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervor.

Übersterblichkeit von 5,6 Prozent im November

Noch höher war die Übersterblichkeit im November. Mit 8.103 Toten im Land lag sie 5,6 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre. Noch keine abschließenden Zahlen gibt es derzeit für Dezember. Beim Vergleich der einzelnen Kalenderwoche setzte sich die steigende Zahl jedoch fort. So starben in Niedersachsen in der Weihnachtswoche 2.101 Menschen, das sind 13,7 Prozent über dem Durchschnitt des Vergleichszeitraums der Jahre 2016 bis 2019.

Todesfälle bundesweit fast ein Drittel über Durchschnitt

Bundesweit lag die Zahl der Sterbefälle sogar um fast ein Drittel über dem Durchschnitt. Das Bundesamt für Statistik wies darauf hin, dass die vielen Sterbefälle durch Corona nur ein Faktor der Statistik seien. Hinzu komme, dass es weniger Tote aufgrund anderer Infektionskrankheiten wie etwa der Grippe gebe.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.01.2021 | 17:00 Uhr

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