Auf einer Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen steht auf einem Schild "Merkel, Drosten, Wieler, Spahn, ihr könnt zur Hölle fahrn". © NDR Foto: Bertil Starke

Corona: Verfassungsschutzchef Witthaut warnt vor Gewalttaten

Stand: 21.10.2021 09:36 Uhr

Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor Gewalttaten aus dem Kreis von Corona-Leugnern und sogenannten Querdenkern. Die Radikalisierung nehme vor allem im Netz zu.

Seine Behörde beobachte, dass offen zum Umsturz aufgerufen werde. "Die fortschreitende Radikalisierung von Teilen der Bewegung birgt Gefahren. Aus dem irrgeleiteten Weltbild heraus könnten sich auch künftig Menschen berufen fühlen, zu extremen Mitteln zu greifen", sagte Witthaut der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

Tankstellen-Mord wegen Masken-Streit

Als Beispiel führte der Verfassungsschutzchef den Mord an einem jungen Mann im September in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) an. Ein 49 Jahre alter Mann soll den 20 Jahre alten Tankstellenmitarbeiter im Streit um einen Mund-Nasen-Schutz erschossen haben. Der Verdächtige habe die Tat zugegeben, heißt es. Recherchen von Report Mainz des SWR zufolge soll der Mann auf dem Messemger Telegram zahlreiche Kanäle von sogenannten Querdenkern und Corona-Leugnern besucht haben. "Das ist ein extremes Beispiel, wohin sich diese Radikalisierung bei Einzelpersonen entwickeln kann", betonte Witthaut. Die Gefahr vergleichbarer Taten sei real.

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Verdächtiger stand wohl unter Alkoholeinfluss

Am 18. September soll der Maskenverweigerer Mario N. den Kassierer Alex W. an einer Tankstelle in Idar-Obarstein erschossen haben. Der mutmaßliche Täter stand dabei nach Recherchen von Report Mainz offenbar unter Alkoholeinfluss. extern

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.10.2021 | 11:00 Uhr

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