Stand: 09.04.2020 20:49 Uhr

Corona: Osterausflüge erheblich eingeschränkt

Eine leere Campinganlage in Neuharlingersiel. © dpa Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Campingaufenthalte an der Küste sind wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht gestattet.

Wenn Menschen aus Niedersachsen an diesem Wochenende einen Osterausflug machen wollen, dann sollten sie besser in der Nähe ihres Wohnortes bleiben. Der Grund: Wegen der Corona-Pandemie gibt es zahlreiche Beschränkungen. So sind zum Beispiel die Ostfriesischen Inseln und zahlreiche Küstenorte für Besucher tabu. Der Zugang wird von den Ordnungsämtern kontrolliert. In den Landkreisen Aurich und Wittmund ist über Ostern zudem das Parken von Wohnmobilen auf öffentlichen Flächen untersagt. Bei Verstößen werden bis zu 400 Euro Bußgeld fällig. Sanktionen drohen außerdem beim Übertreten diverser Landesgrenzen.

Harz-Ausflügler dürfen Grenze nicht übertreten

In Sachsen-Anhalt sind lediglich Besuche bei der Familie erlaubt, touristische Einreisen dagegen untersagt. Das gilt auch für Tagestouren in den Harz. Dort hat das Innenministerium in Magdeburg verstärkte Kontrollen mit Fokus auf niedersächsische Ausflügler angekündigt. Wer erwischt wird, kann mit 400 Euro bestraft werden.

MV ist für Touristen dicht

Tagesauflüge und Urlaubsreisen nach Mecklenburg-Vorpommern sind bereits seit Mitte März verboten. Die örtlichen Ordnungsämter halten besonders Ausschau nach Fahrzeugen, die außerhalb des Landes gemeldet sind. Über Ostern will zudem die Landespolizei verstärkt Mitglieder der Bereitschaftspolizei einsetzen. Schwerpunkte der Kontrollen sind entlang der Landesgrenze und an den Inselzufahrten.

Bremen und Hamburg lassen Besucher rein

In den Stadtstaaten Bremen und Hamburg gibt es dagegen keine Zugangssperren. Von daher wird es an den Autobahnen auch keine besonderen Kontrollen geben. Touristische Übernachtungen sind in beiden Städten allerdings nicht erlaubt.

Unnötige Reisen in die Niederlande vermeiden

Obwohl die Grenzen in die Niederlande noch offen sind, rät die Bundespolizei von Reisen in das als Risikogebiet ausgewiesene Nachbarland ab. Die Grenzen werden von beiden Seiten verstärkt kontrolliert. Bei Stichproben achtet die Bundespolizei auf Krankheitssymptome und verständigt bei Auffälligkeiten das Gesundheitsamt. Überprüft wird zudem, wie viele Menschen in einem Auto sitzen und ob Verstöße gegen das Kontaktverbot vorliegen. Bei Nichteinhaltung der Regeln drohen Bußgelder. Die Niederländer wollen an etlichen Grenzübergängen Deutsche von der Einreise abhalten, wenn die Menschen dafür keine triftigen Gründe angeben können. Shopping-Touren oder Ausflüge würden nicht anerkannt, erklärte etwa die Sicherheitsbehörde von Limburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional | 09.04.2020 | 17:00 Uhr

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