Corona-Team der Bundeswehr in Portugal eingetroffen

Stand: 03.02.2021 19:19 Uhr

Ein Team der Bundeswehr aus Ärzten und Sanitätern ist am Mittwoch in Lissabon gelandet. Die Luftwaffe war am Vormittag mit zwei Maschinen vom Fliegerhorst Wunstorf nach Portugal aufgebrochen.

Die 26 Soldatinnen und Soldaten wurden am frühen Nachmittag auf dem Militärflughafen Figo Maduro in Lissabon von Verteidigungsminister João Gomes Cravinho, Gesundheitsministerin Marta Temido und dem deutschen Botschafter in Portugal, Martin Ney, begrüßt. An Bord der Flugzeuge - einem Airbus A310 und dem Transportflugzeug A400M - befanden sich neben dem medizinischen Fachpersonal auch große Mengen Material. Nach Angaben der Bundeswehr handelt es sich um acht Ärztinnen und Ärzte sowie Sanitätspersonal. Sie sollen dabei helfen, schwerkranke Corona-Patienten zu behandeln.

Auch Beatmungs- und Infusionsgeräte an Bord

Das Hilfsteam war beim Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst "Ostfriesland" in Leer zusammengezogen worden. Begleitet wird es durch den Inspekteur des Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Ulrich Baumgärtner. An Bord des Militär-Airbus A400M werden zudem 50 Beatmungsgeräte, 150 Infusionsgeräte, 150 Krankenbetten und weiteres Material nach Portugal geflogen. Das erste Truppen-Kontingent soll für 21 Tage im Einsatz sein. Baumgärtner nannte die Hilfe vor dem Abflug "ein Zeichen für die europäische Solidarität".

Kramp-Karrenbauer: "Solidarität unverzichtbar"

Portugal ist besonders von der als höher ansteckend geltenden Virusvariante B.1.1.7 betroffen, die zunächst in Großbritannien auffiel. "Wir helfen unseren Freunden, die in einer besonders dramatischen Lage sind, mit deutschem sanitätsdienstlichem Personal und medizinischer Ausrüstung", hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Montag erklärt. "Auch auf dem deutschen Gesundheitssystem lastet erheblicher Druck. Dennoch sind wir davon überzeugt, dass gerade in diesen Zeiten Solidarität in Europa unverzichtbar ist."

 

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Dieses Thema im Programm:

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