VIDEO: Kontrollierte Öffnungen: Was wäre möglich im Norden? (7 Min)

Corona: Niedersachsen positioniert sich vor dem Gipfel

Stand: 26.02.2021 12:46 Uhr

Am nächsten Mittwoch wollen Bund und Länder erneut über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Auch Niedersachsen versucht derweil den Spagat zwischen Infektionsschutz und Lockerungen.

Die Landesregierung hat vor dem Gipfel bereits erste Pflöcke eingerammt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) regte an, nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben. Es sei klar, dass man weiter Maske tragen, Abstand halten und Hygienekonzepte beachten müsse. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne hatte zuvor erklärt, dass Niedersachsen anstrebe, die Schulen weiter zu öffnen. Er hoffe zwar auf eine einheitliche bundesweite Perspektive nach dem Gipfel, aber die Landesregierung behalte sich das Recht vor, bei den Schulen einen Sonderweg einzuschlagen.

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Grant Hendrik Tonne (SPD) blickt nach unten. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

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Eine Schülerin meldet sich im Unterricht. © picture alliance Foto: Andreas Arnold

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Tourismus in Osterferien wieder möglich?

Die nahenden Osterferien haben zudem die Debatte um Öffnungen im Gastronomie- und Tourismussektor befeuert. Niedersachsens Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Bernd Althusmann (CDU) sprach sich für eine vorsichtige Öffnung im Hinblick auf Ostern aus. Zwar könne es bei der aktuellen Corona-Lage keine Entwarnung geben, sagte Althusmann. "Aber die Strategie des Impfens und Testens wird uns in die Normalität führen können." Mit Blick auf die Osterferien gehe es darum, eine vorsichtige, gestaffelte Perspektive für den Tourismus zu entwickeln. Wichtig sei eine starke Abstimmung der Länder untereinander.

Pilotprojekt und geänderte Impfpraxis

Bei den Impfungen gehört Niedersachsen weiter zu den Bundesländern mit der niedrigsten Impfquote. Um die Immunisierungkampagne schneller voranzubringen, ist ein Pilotprojekt angelaufen, bei dem geprüft wird, inwieweit Hausarztpraxen in die Impfungen eingebunden werden können. Im Landkreis Osnabrück starten vier Hausärzte mit Hausbesuchen, um nicht mehr mobile, über 80-Jährige zu Hause zu impfen. Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) erklärte, die Probeläufe dienten dazu, die Logistik und Lagerung der Corona-Impfstoffe und die technischen Abläufe durchzuspielen. "Voraussichtlich ab April können dann deutlich mehr Praxen in Niedersachsen mit im Boot sein", sagte Reimann. Auch bei der Impfreihenfolge gibt es Änderungen. Lehrer, Erzieher und Polizisten sollen in Niedersachsen nun eher gegen Corona geimpft werden.

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In einer Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis in Neuburg in Mecklenburg-Vorpommern erhalten zwei ältere Menschen die erste Corona-Schutzimpfung. © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck

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Schnelltests im Einsatz

Ein weiterer Schlüssel für den Weg aus der Pandemie sollen Corona-Schnelltests sein. In Hildesheim werden die Tests in Kitas eingesetzt. Die Beschäftigten können sich ab sofort freiwillig regelmäßig testen lassen, so die Stadt. Das Angebot gelte auch für Kitas von freien Trägern. Mehr als 900 Beschäftigte in 60 Kitas sollen von mobilen Test-Teams besucht werden, um sich zweimal wöchentlich testen lassen. Das Ergebnis soll dann direkt vorliegen. Laut Stadt gilt das Angebot zunächst drei bis vier Wochen, bis es die vom Bund angekündigten kostenlosen Test zum Selbermachen gibt. Auch im Landkreis Osnabrück werden mehr Schnelltests angeboten

Längere Quarantäne und flächendeckende Tests auf Mutationen

Derweil bereiten Corona-Mutationen weiter Sorgen: Der Landkreis Leer hat deshalb die Quarantänezeit verlängert. Ab sofort gelten dort statt zwei nun drei Wochen. Nach Angaben von Landrat Matthias Groote (SPD) machte die britische Coronavirus-Mutation B.1.1.7 rund ein Drittel aller rund 300 Fälle im Landkreis aus. Auch die Landkreise Harburg und Stade haben ihre Quarantäneregelungen inzwischen angepasst. Bis Donnerstag wurden in Niedersachsen 771 Fälle registriert - dabei handelt es sich fast ausschließlich um die Variante B.1.1.7. Deshalb soll nach Angaben des Krisenstabs der Landesregierung flächendeckend bei möglichst jeder nachgewiesenen Corona-Infektion auf Virusvarianten getestet werden.

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Eine Frau mit Mundschutz steht an einem Fenster und blickt ins Licht. © imago images Foto: Action Pictures/imago

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Blick auf das verschneite Alten- und Pflegeheim, in dem es bei 14 Senioren zum Corona-Ausbruch mit der Variante B.1.1.7 gekommen war. © picture alliance/dpa/Jonas Walzberg Foto: Jonas Walzberg

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Lockerungen für Pflanzenverkauf und Friseure

Inzwischen gab es in Niedersachsen erste Schritte, den stationären Handel wieder zu öffnen. So dürfen Blumenläden und Gartencenter wieder öffnen. So soll verhindert werden, dass saisonale Angebote und verderbliche Ware vernichtet werden müssen. Die Gartenabteilungen von Baumärkten dürften ebenfalls aufmachen, die übrige Verkaufsfläche ist aber weiter gesperrt. Sonstige Geschäfte - mit Ausnahme der Läden für den täglichen Bedarf - bleiben dagegen zu. Das gilt auch für Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe mit körpernahen, aber medizinisch nicht notwendigen Dienstleistungen. Einzige Ausnahme sind die Friseure, die gemäß der bundesweiten Einigung ab dem kommenden Montag wieder Kunden empfangen dürfen.

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Ein Kind spielt auf dem Küchenboden, während die Mutter im Homeoffice arbeitet. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Corona-Lockdown: Das sind die Regeln in Niedersachsen

Auch in Niedersachsen wird der Lockdown verlängert und teilweise verschärft. Kontakte sollen weiter reduziert werden. mehr

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Ein Mann, der mit einer medizinischen Maske und Handschuhen geschützt ist, arbeitet in einem Blumenladen. © picture alliance/dpa/EUROPA PRESS Foto: María José López

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Der Krisenstab hat das ab morgen geltende Corona-Regelwerk des Landes vorgestellt. Die Lockerungen sind überschaubar. (12.02.2021) mehr

Klinikmanager lassen sich vor Priorität-1-Personal impfen

Nach der umstrittenen Impfung des Auricher Klinikchefs soll ein Gutachter den Fall prüfen. Zunächst hatte eine Freistellung im Raum gestanden. Dagegen hatten sich aber der Emder Stadtrat ausgesprochen. Der Fall war nach dem holprigen Impfstart mit einer überlasteten Hotline und Verzug bei den Lieferungen bekannt geworden, dass mancherorts Menschen außerhalb der ersten Prioritätsgruppe geimpft wurden. Das traf vor allem Krankenhäuser in Aurich, Wittmund und der Region Hannover. In Peine wurde neben Klinikmanagern auch der Landrat und seine Stellvertreterin geimpft. Der Corona-Krisenstab der Landesregierung und Regierungssprecherin Anke Pörksen rügten das Vordrängeln beim Impfen.

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Vor der Ubbo-Emmius-Klink in Aurich steht ein Hinweisschild für Besucher. © picture alliance/dpa/Carmen Jaspersen Foto: Carmen Jaspersen

Gutachter soll Impfung von Auricher Klinik-Chef prüfen

Der Geschäftsführer des Klinikverbundes bleibt zunächst im Amt, da der Emder Stadtrat gegen eine Freistellung stimmte. mehr

Vor der Ubbo-Emmius-Klink in Aurich steht ein Hinweisschild für Besucher. © picture alliance/dpa/Carmen Jaspersen Foto: Carmen Jaspersen

Vorzeitige Impfung: Klinik-Chef soll freigestellt werden

Am Dienstag beraten der Landkreis Aurich und die Stadt Emden erneut. Ein internes Schreiben bringt weitere Details ans Licht. mehr

Vor der Ubbo-Emmius-Klink in Aurich steht ein Hinweisschild für Besucher. © picture alliance/dpa/Carmen Jaspersen Foto: Carmen Jaspersen

Impfaffäre in Aurich: Wird es doch noch eng für Klinikchef?

In internes Schreiben, das dem NDR vorliegt, wirft Fragen auf. War die Impfbereitschaft im Klinikum tatsächlich gering? (09.02.2021) mehr

Spritze mit Corona-Impfstoff wird verabreicht. © picture alliance/Jens Büttner Foto: Jens Büttner

Peine: Neben Klinik-Chef auch Landrat vorzeitig geimpft

Landrat Franz Einhaus entschuldigte sich und sprach von einem "fatalen" Fehler. Er fordert eine politische Diskussion. (08.02.2021) mehr

Ein Tropfen hängt an der Nadel einer Spritze. © dpa-Bildfunk Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Vorzeitige Impfung: Klinikmanager entschuldigen sich

Das Klinikum Region Hannover erwägt offenbar arbeitsrechtliche Konsequenzen. Auch in Peine gibt es einen ähnlichen Fall. (05.02.2021) mehr

Corona-Hotline in Niedersachsen

Wer glaubt, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, sollte den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 oder seinen Hausarzt kontaktieren. Der Arzt klärt dann am Telefon, ob es sich um einen Verdachtsfall handelt und trifft geeignete Maßnahmen. Wird eine Infektion nachgewiesen, muss der Patient in häusliche Quarantäne. Kontaktpersonen der erkrankten Person werden bei engem Kontakt ebenfalls zehn Tage zu Hause isoliert. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen bleiben: regelmäßig Hände waschen und nicht in die Hand husten oder niesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.02.2021 | 16:00 Uhr

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