Claudia Schröder vom Corona-Krisenstab Niedersachsen spricht während einer Pressekonferenz. © NDR

Corona-Krisenstab sieht gute Entwicklung in Niedersachsen

Stand: 28.09.2021 15:04 Uhr

Niedersachsens Corona-Krisenstab zeigt sich angesichts des Infektionsgeschehens optimistisch. Bei der Inzidenz habe man eine gute Tendenz, die seit geraumer Zeit anhalte, sagte Claudia Schröder.

Laut der stellvertretenden Leiterin des Krisenstabs lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag im Landesdurchschnitt bei 45,2. Niedersachsen habe zudem eine "gute Verteilung", so Schröder. Kein Landkreis und keine größere Stadt komme derzeit auf eine Inzidenz von größer als 100. Zudem bewegten sich etwas mehr als Hälfte der Kommunen unter dem Wert von 35. Den größten Anteil am Infektionsgeschehen habe die Gruppe der jungen Erwachsenen. 57 Prozent der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen seien bei 12- bis 59-Jährigen festgestellt worden.

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Hospitalisierung "weit weg von Warnstufen"

Auch bei der Belegung der Intensivstationen mit Corona-Patienten (4,6 Prozent) und bei dem neuen Leitindikator, dem Hospitalisierungwert, sei die Entwicklung rückläufig. Der aktuelle Wert von 2,8 sei "absolut im grünen Bereich" und "weit weg von Warnstufen", so Schröder. Die erste Warnstufe greift in Niedersachsen ab einem Hospitalisierungswert von mehr als 6,0. Die Aufwertung dieses Faktors erfolgte in der vor einer Woche vorgestellten Corona-Verordnung.

Enormer Zuspruch in Impfkampagne bei 12- bis 17-Jährigen

Auch bei der Impfquote gebe es Fortschritte. 81,3 Prozent der Niedersachsen ab 18 Jahren hätten mittlerweile eine Erstimpfung, 77,0 Prozent hätten alle notwendigen Dosen erhalten. "Das ist ein Riesenschritt", sagte Schröder. Im Bereich der 12- bis 17-Jährigen gebe es einen enormen Zuspruch. Knapp die Hälfte dieser Altersgruppe sei einfach geimpft (48,4 Prozent).

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Nur ein Teil der mobilen Teams direkt einsatzbereit

Die 50 Impfzentren in Niedersachsen hätten einen "ganz wesentlichen Beitrag" zu der Impfquote geleistet, sagte Schröder. Etwa 5,9 Millionen der insgesamt 10,6 Millionen in Niedersachsen vorgenommenen Impfungen seien dort erfolgt. In den vergangenen Wochen und Monaten war das Impftempo allerdings auch dort abgeflacht. Zum Ende des Monats schließen die Impfzentren - stattdessen sollen ab Oktober neben der ambulanten Regelversorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte etwa 135 mobile Impfteams die Corona-Impfungen vornehmen. Der Übergang wird aber nicht nahtlos sein: Laut Schröder werden etwa zwei Drittel der mobilen Teams voraussichtlich erst nach dem 15. Oktober ihre Arbeit aufnehmen.

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Gesundheitsämter ordern künftig Impfstoff

Um Verzögerungen handele es sich dabei nicht, betonte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs. Die Umstellungen erforderten Zeit. Die Kommunen hätten sich verpflichtet, im Oktober ein Team pro Landkreis und 70.000 Einwohnenden startklar zu haben, sagte Schröder. Für den genauen Start ihrer Teams hätten sie unterschiedliche Zeitpläne. "Das haben wir ihnen auch explizit freigestellt", sagte Schröder. Die mobilen Teams sollen etwa in Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden. Die acht- bis zwölfköpfigen Teams werden vom Land ausgestattet und finanziert. Nach einer Übergangsphase soll der Impfstoff für sie künftig von den einzelnen Gesundheitsämtern bei Apotheken bestellt werden. Die Kommunen hätten sich für die Umstellung strukturell gut aufgestellt, sagte Schröder.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 28.09.2021 | 19:30 Uhr

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