Stand: 31.03.2020 21:54 Uhr

Corona-Krise: Aktuell 41.000 Betriebe in Kurzarbeit

Ein Zettel mit der Aufschrift "Geschlossen" hängt am Eingang der Agentur für Arbeit in Bremen. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Die Agentur für Arbeit Niedersachsen/Bremen hat ihr Personal zur Bearbeitung von Kurzarbeitsanträgen von 75 auf 750 aufgestockt. (Themenbild)

Geschlossene Restaurants und Geschäfte, abgesagte Messen, kein Tourismus, brachliegende Industrie - die Wirtschaft leidet massiv unter der Corona-Krise. Da wirken die Zahlen zum Arbeitsmarkt von Dienstag wie aus einer anderen Zeit: Niedersachsen verzeichnet im März demnach 220.490 Arbeitslose, 3,3 Prozent weniger gegenüber dem Vormonat. Das Problem der Statistik: Die Daten wurden lediglich bis zum 12. März erhoben. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Erlasse der Landesregierung an die Kommunen, Geschäfte zu schließen. Zahlen, die die Realitäten der vergangenen zwei Wochen besser widerspiegeln, sind andere: 41.000 niedersächsische Betriebe haben in der Corona-Krise Kurzarbeit angemeldet.

VIDEO: Anträge auf Kurzarbeit kaum zu bewältigen (4 Min)

Von 75 auf 750: Personal für Kurzarbeitsanträge "massiv aufgebaut"

Dementsprechend hat die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Arbeitsagentur reagiert, denn dort ist die Antragsflut kaum zu bewältigen. Es werde eine zeitnahe Auszahlung des Kurzarbeitergelds dadurch gesichert, "dass wir massiv unser Personal aufgebaut haben von 75 auf 750. Die arbeiten sehr, sehr intensiv - auch am Wochenende", sagte Bärbel Höltzen-Schoh, Chefin der Bundesagentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen, gegenüber dem NDR in Niedersachsen. "Aktuell haben wir mehr als 41.000 Betriebe, die wirklich kämpfen - es ist wie eine Vollbremsung", so Höltzen-Schoh. "Wir möchten Arbeitslosigkeit verhindern. Dafür ist das Kurzarbeitergeld wirklich ein gutes Instrument."

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.04.2020 | 07:00 Uhr

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