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Corona: Infektionszahlen steigen, Einschränkungen nehmen zu

Stand: 21.10.2020 10:43 Uhr

In Niedersachsen breitet sich das Coronavirus weiter aus. Sowohl viele Kommunen als auch die Landesregierung wollen deshalb die Einschränkungen verschärfen.

Es ist nur eine Momentaufnahme, doch der Blick auf die Corona-Zahlen in Niedersachsen macht auch am Mittwoch deutlich, dass die Pandemie weiter auf dem Vormarsch ist. In insgesamt neun Städten und Gemeinden liegt die Sieben-Tage-Inzidenz (Stand 21.10.2020) nach Angaben des Landesgesundheitsamtes mittlerweile über dem Grenzwert für Risikogebiete von 50. Trauriger Spitzenreiter ist die Stadt Delmenhorst mit 205 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Als Risikogebiete gelten außerdem folgende Regionen:

  • Landkreis Cloppenburg: 126
  • Landkreis Vechta: 108,5
  • Landkreis Northeim: 103,6
  • Landkreis Grafschaft Bentheim: 89,7
  • Landkreis Verden 66,4
  • Landkreis Oldenburg: 65,7
  • Stadt Osnabrück 55,3
  • Landkreis Emsland: 51,7

Den niedrigeren Grenzwert von 35 übersteigen die Landkreise Celle, Diepholz, Nienburg, Osnabrück, Osterholz die Stadt Salzgitter und die Region Hannover.

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Strengere Corona-Regeln in betroffenen Regionen

Die Konsequenzen sind klar: Dort, wo die Grenzwerte gerissen werden, müssen sich die Bürger auf strengere Corona-Regeln einstellen. Am Montag hat beispielsweise die Stadt Delmenhorst die Einführung einer Sperrstunde angekündigt und sämtliche öffentlichen Veranstaltungen abgesagt. Zudem werden Treffen auf maximal zehn Personen aus zwei Haushalten beschränkt. Auch die Region Hannover hat bereits die Einschränkungen verschärft, obwohl hier der Inzidenz-Wert aktuell erst bei 39,1 liegt.

Landkreis Cloppenburg kündigte schärfere Maßnahmen an

Am Mittwoch will der Landkreis Cloppenburg die geltenden Regeln verschärfen. Betreffen soll das unter anderem den Bereich Schule und Reiserückkehrer. Einzelheiten zu den geplanten neuen Maßnahmen nannte der Landkreis am Dienstag nicht. Landrat Johann Wimberg (CDU) kritisierte unterdessen das Verhalten einiger Gastronomen. Diese hätten den Ernst der Lage nicht erkannt. Bei Kontrollen am Wochenende waren rund ein Dutzend Gastronomiebetriebe durch Verstöße gegen die Sperrstunde und Hygieneregeln aufgefallen. Kreis, Kommunen und Polizei wollen ihre Kontrollen fortsetzen.

Landesregierung arbeitet an neuer Verordnung

Doch nicht nur die einzelnen Kommunen, sondern auch die Landesregierung arbeitet an zusätzlichen Maßnahmen. In einer neuen Verordnung sollen in Kürze die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen in der vergangenen Woche in Berlin umgesetzt werden. Im Gespräch sind auch hier eine Sperrstunde sowie eine Reduzierung der erlaubten Teilnehmer an privaten Feiern. Eine Schließung von Geschäften und Betrieben soll dagegen wegen der schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen unbedingt vermieden werden.

Weiter Präsenzunterricht an den Schulen

An den niedersächsischen Schulen soll es nach den Herbstferien so weiter gehen wie bislang - mit Präsenzunterricht für alle Schüler. Das teilte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Dienstag mit. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen behalte man sich aber zusätzliche Maßnahmen vor. Details will Tonne am Donnerstag vorstellen. Am Montag beginnt der Unterricht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Hallo Niedersachsen | 20.10.2020 | 19:30 Uhr

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