VIDEO: Corona-Nachverfolgung: Gesundheitsämter kommen nicht nach (3 Min)

Corona: Finanzbeamte helfen jetzt in Gesundheitsämtern aus

Stand: 09.11.2020 08:01 Uhr

Die in der Corona-Pandemie überlasteten Gesundheitsämter in Niedersachsen erhalten von heute an Unterstützung aus den Finanzämtern. Bis zu 400 Mitarbeiter werden schrittweise abgestellt.

Wegen der immer weiter steigenden Zahl an Corona-Neuinfizierten kommen die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung schon seit Wochen kaum noch hinterher. Jetzt werden auch Finanzbeamte und -beamtinnen Betroffene anrufen und Infektionsketten nachvollziehen. Die Mitarbeiter können dabei direkt vor ihrer Haustür eingesetzt werden, wenn die Gesundheitsämter nicht mehr hinterherkommen und Hilfe anfordern. Denn die mehr als 60 Finanzämter sind im ganzen Land verteilt, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Längere Wartezeiten bei Finanzämtern möglich

In den Finanzämtern müssen Bürgerinnen und Bürger dadurch unter Umständen mit längeren Wartezeiten rechnen. Man setze alles daran, alle Aufgaben weiter verlässlich und so schnell wie möglich zu erfüllen, heißt es aus dem Finanzministerium. Doch die Bekämpfung der Pandemie müsse nun erst einmal Vorrang haben. Insgesamt will das Land den Städten und Landkreisen in den kommenden Wochen mit bis zu 1.400 Behördenmitarbeitern aushelfen, die nicht nur aus den Finanzämtern, sondern auch aus anderen Bereichen kommen. Auch bei der Bundeswehr und den Hilfsorganisationen gibt es noch Kapazitäten, die Gesundheitsämter zu unterstützen.

Zeigt der Teil-Lockdown Wirkung?

Nach Einschätzung von Experten wird diese Woche zeigen, ob der Teil-Lockdown Wirkung zeigt und die Infektionszahlen sinken. Bund und Länder hatten angekündigt, die Maßnahmen, nach zwei Wochen zu überprüfen und falls nötig, anzupassen. Die Einschränkungen sind seit dem 2. November in Kraft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.11.2020 | 08:00 Uhr

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